GS Trophy 2012.

7 Tage durch Südamerika.

Am Ende siegten die drei deutschen Fahrer mit einem Vorsprung von 18 Punkten vor den Franzosen, die – gleichfalls allesamt talentierte Fahrer – es sicherlich bereuen, wichtige Punkte verschenkt zu haben, da sie kein Foto für den ersten Fotowettbewerb einreichten. Das Team aus Italien rundet die besten Drei mit einer soliden Leistung während der gesamten Woche ab. Bei der GS Trophy geht es jedoch nicht wirklich um siegen oder verlieren, sondern um Zusammenhalt, Kameradschaft und das Teilen von Abenteuern mit Gleichgesinnten weltweit.

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Als die Fahrer nach sieben Tagen Prüfungen und Anstrengungen auf zwei Rädern wieder im Trailanqui Resort nahe Temuco ankamen, war die Erleichterung und Freude überall zu spüren. Die Teilnehmer aus aller Welt, die ihre Liebe zu GS Motorrädern und dem BMW Lifestyle vereint, waren allesamt voller Emotionen.

Unter den Teilnehmern gab es auch einige Ehrengäste, beispielsweise Heiner Faust, Vorstand für Vertrieb und Marketing von BMW Motorrad. Er sagte: „Südamerika war der perfekte Ort für die dritte GS Trophy. Wenn man sich hier umschaut, sieht man sofort, dass alle einfach nur glücklich sind, hier zu sein und gemeinsam dieses Abenteuer zu bestehen. Das ist die Tour des Lebens für alle, die teilgenommen haben, und ich bin sehr stolz auf die GS Trophy Marke, die wir aufgebaut haben.”

Mitten im Geschehen der F 800 GS Fahrer war auch der Leiter des BMW Museums Ralf Rodepeter, der eine ganz spezielle 800-Kubik GS Maschine fuhr – eine, die die Berliner Produktionsfabrik bereits vor 28 Jahren verlassen hat. Die R 80 G/S Paris Dakar Edition steht normalerweise im berühmten BMW Museum in München und ist Teil der BMW Classic Kollektion. Obwohl er außerhalb der Wertung teilnahm, war Rolf entschlossen, jeden einzelnen Kilometer auf dieser legendären GS der ersten Generation zurückzulegen. Schließlich war sie der Ausgangspunkt und die Inspirationsquelle für alle kommenden Generationen. Sein Kommentar zur GS Trophy war, dass die 2012er Ausgabe „wahrscheinlich das beste Fahrerlebnis meines Lebens war, mit Erinnerungen, die für immer bleiben werden.“

Dieser Ansicht waren auch viele Teilnehmer. Beispielsweise Shinichi Yamashita aus Japan: „Tja, jetzt ist es vorbei, aber ich würde gerne wieder kommen und nochmal teilnehmen. Ich habe alle Fahrten und Sonderprüfungen sehr genossen. Besonders die Bergrennen und den fünften Tag im Regenwald, als der Regen den Staub gebunden hat und wir mit einigen hervorragenden Aussichten belohnt wurden. Daheim in Japan habe ich auch eine BMW F 800 GS und sie ist das perfekte Motorrad für Abenteuerfahrten. Aber bei dieser Tour ging es auch darum, großartige Leute aus aller Herren Länder zu treffen. Das ist das Beste, was ich bisher in meinem Leben erlebt habe.”

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Der britische Teilnehmer Cameron Thompson suchte lange nach den richtigen Worten, als er seine Erlebnisse der letzten Woche zusammen fassen sollte: „Es ist so viel geschehen, dass ich es fast nicht erklären kann. Diese Tour durch Patagonien war die beste Fahrt, die ich je gemacht habe. Aber man muss schon auf einer GS sitzen, um zu verstehen, worum es bei dieser Art Tour geht. Diese Straßen und Strecken zu bewältigen, zeigt eine neue Dimension von Fähigkeiten dieses Motorrads. Ich bin mit der 800 GS in einige knifflige Situationen geraten, hatte aber nie Schwierigkeiten sie zu bewältigen. Das Team aus Großbritannien kam als amtierende Meister hierher, aber obwohl wir den Titel nicht verteidigen konnten, sind wir nicht enttäuscht. Hier gibt es einige wirklich talentierte Fahrer. Bevor ich in Südamerika ankam, sagte mir meine Frau, dass schon die Teilnahme mich zu einem Sieger macht. Und jetzt weiß ich, was sie meinte.“

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Das Team aus Südafrika meldete erst spät für die diesjährigen Trophy, wurde jedoch unter den Teilnehmern schnell bekannt. Vor allem weil sie allen beibrachten, wie man den Ullula – den Kriegerschrei – macht. Somit sorgten sie dafür, dass der Lautstärkepegel ab dem vierten Wettbewerbstag konsequent bei allen Abendessen und Sonderprüfungen stieg. Für Teammitglied Wayne wurde ein Traum wahr, vor allem weil Südafrika das Land war, in dem die Veranstaltung 2010 stattfand. „Das war ein fantastisches Abenteuer, das alle meine Erwartungen übertroffen hat”, sagt er. „Eigentlich wusste ich nicht genau, was mich erwarten würde, aber es gab so viele außergewöhnliche Dinge bei dieser Tour: die Menschen aus vielen unterschiedlichen Ländern und Kulturen, das Essen, die Organisation usw. Das Motorradfahren war einfach nur hervorragend. Einige Gebiete in Patagonien erinnern mich an die Karoo Region in Südafrika. Und die F 800 GS war einfach nur perfekt für alle Aufgaben, die wir zu bewältigen hatten. Ich habe eine R 1200 GS Adventure zu Hause, von daher war es großartig, einmal diese kleinere GS zu fahren.“

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Wie Japan, Italien und Deutschland haben auch die Amerikaner an bisher jeder GS Trophy teilgenommen. Teammitglied und F 800 GS Fahrer Carlo Boffi war überglücklich, dass er in diesem Jahr dabei war: „Ich bin auf jeden Fall sehr traurig, dass es vorbei ist. Ich hatte so viel Spaß mit Gleichgesinnten. Mir haben vor allem die Sonderprüfungen viel Spaß gemacht. Das hätte ich wirklich nicht erwartet und deshalb wünschte ich auch, dass es noch eine Woche weiter geht. Ich bin so traurig, mich von meinem Motorrad trennen zu müssen, auch wenn ich eine F 800 GS aus dem Jahr 2009 zu Hause habe, mit der ich vor einigen Jahren schon einmal von New York nach Patagonien und wieder zurück gefahren bin. Diese Version ist ebenfalls sehr verlässlich, trotz einiger Zwischenfälle, die ich auf der Strecke hatte. Ryan, Chad und ich vom Team USA haben ziemlich viel Zeit damit verbracht, Reifen zu flicken. Zwei eigene, sechs von anderen Teams und sogar einen bei einem Support-LKW. Aber wir haben die Kameradschaft in der GS Trophy sehr genossen. Ich habe 200 $ für die Qualifikation bezahlt und so viele Erfahrungen und Erinnerungen zurück bekommen. Eine absolut fantastische Rendite.”

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Obwohl sich das Team vor der Ankunft in Santiago de Chile nicht kannte, wurden sie schnell zu einer Einheit und trugen zur einzigartigen Atmosphäre bei der Trophy bei. Chad Yoshitomi aus Alaska fast seine Erlebnisse zusammen: „Ich bin einfach überwältigt von der gesamten Trophy. Es war großartig. BMW Motorrad hat eine großartige Veranstaltung auf die Beine gestellt, die alle Erwartungen übertrifft. Das Motorrad war fehlerfrei. Ich habe eine R 1200 GS Adventure daheim in Alaska und finde, dass die F 800 GS schön leicht, einfach zu fahren und spritsparend ist. Kurz gesagt: Die GS Trophy hätte nicht besser sein können. Die ganze Show war einfach wunderbar.“

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Die Solidarität unter den Nationen war augenscheinlich bei der Trophy. Das fiel vor allem Andrey Sokolov vom Team Russland auf: „Ich würde gerne umdrehen und nochmal von vorne starten. Ich bin wirklich bereit, dass Ganze nochmal zu machen. Es fällt mir sehr schwer zu realisieren, dass diese lange Tour jetzt zu Ende ist. Wir haben Freunde aus so vielen Ländern überall auf der Welt getroffen. Ich hoffe, dass wir viele davon wiedersehen. Vielleicht bei einer nächsten GS Trophy!”  

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Ich bin einfach überwältigt von der gesamten Trophy. Es war großartig. BMW Motorrad hat eine großartige Veranstaltung auf die Beine gestellt, die alle Erwartungen übertrifft.

Chad Yoshitomi aus Alaska

Natürlich hatten nicht nur die Teammitglieder Spaß bei der Trophy. Jeweils ein Journalist begleitete jedes Team während der gesamten Woche, nahm bei einigen Sonderprüfungen teil und unterstützte und motivierte sein Team dabei, einige anstrengende Tests zu bewältigen. Auch wenn er über nur wenig Gelände-Erfahrung verfügte, durchlebte der Britische Journalist Martin Fitz-Gibbons eine steile Lernkurve bis zur Zielankunft in Trailanqui und war absolute erleichtert, dass er diese Woche unversehrt überlebt hat: „Das war sicherlich kein Erholungsurlaub, sondern eine richtige Herausforderung hier in Südamerika. Ich bin unglaublich erleichtert, dass ich es ins Ziel geschafft habe“, so der Redakteur des BiKE Magazins. „Vor dem Start war ich nervös, weil ich nur sechs Tage Training in der BMW Geländeschule in Süd Wales mit Simon Pavey und seinem Team hatte. Sie haben mich gut vorbereitet, und ich bin stolz, dass ich die ganze Woche nicht gestürzt bin. Die F 800 GS ist ein genial gutes Motorrad. Beim ersten Mal ist es vielleicht nicht einfach aufzusteigen, aber es lohnt sich. Ich kann mir kein besseres Motorradabenteuer vorstellen.“

Auch wenn man spürte, dass sie die Trophy wesentlich ernster nahmen als einige der anderen Teams, zeigten die letztlichen Sieger vom Team Deutschland ihren Humor, als sie in hautenge, einfarbige Ganzkörperanzüge in den Farben ihrer Nation sprangen, um im Restaurant vor aller Augen ihre Trophäen abzuholen. „Es ist großartig wieder zurück am Ausgangspunkt zu sein”, so Tobias Weiser nach der Siegesfeier. „Diese GS Trophy hat meine Erwartungen weit übertroffen. Wir hatten so viel Spaß, vor allem mit den Brasilianern und Argentiniern. Eigentlich waren es vor allem die Menschen, die diese Tour zu etwas Besonderes gemacht haben. Ich habe eine HP2 zu Hause, aber ich habe es sehr genossen, die F 800 GS zu fahren. Auch wenn ich ziemlich groß bin. Kurz gesagt: Ich hatte die Zeit meines Lebens hier in Südamerika.“

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Auch Chef-Scout Tomm Wolf war erleichtert und zufrieden, dass die dritte internationale GS Trophy ein solcher Erfolg war. „Für mich war es großartig, mit all den Teilnehmern und dem Support Team zu arbeiten und Spaß zu haben. Es hat sehr lange gedauert, diese Trophy zu planen, und ich bin erfreut und erleichtert, dass alle sicher und am Stück zurück sind! So viele Menschen waren unabdingbar für die Organisation dieser Veranstaltung. Ohne sie hätten wir es wirklich nicht geschafft. Doch wir denken bereits über die nächste Ausgabe nach. In zwei Jahren gibt es die nächste GS Trophy, und vielleicht sehen wir einige dieser außergewöhnlichen Jungs dann wieder...“

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Michael Trammer stimmte in den Tenor ein, dass es bei der Trophy weniger um den Wettbewerb als vielmehr um den Zusammenhalt und die Leidenschaft unter diesen GS Fans aus aller Herren Länder ging: „Bei der GS Trophy ist jeder ein Sieger. Nach der Woche, die wir gemeinsam verbrachten, sind wir eine große Familie geworden. Diese Erfahrung wird uns unser Leben lang begleiten. Und das ist der beste Preis, den man jemandem geben kann.”

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Für mich war die GS Trophy wie ein großes Familientreffen.

Hans de Visser, BMW Motorrad Marketingleiter

Die abschließenden Dankesworte stammen von BMW Motorrad Marketingleiter Hans de Visser: „Für mich war die GS Trophy wie ein großes Familientreffen. Obwohl wir in Südamerika waren, haben so viele Menschen die Geschehnisse online verfolgt und Nachrichten für die Teams gepostet, um sie zu motivieren und anzufeuern. Das war wie in alten Zeiten, als man seinen Lieben noch Postkarten geschrieben hat.“

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