Vorteile ergeben dieser Konstruktion ergeben sich insbesondere in der Gewichtsbilanz, aber auch beim Torsionsverhalten. Neben einer Platz und Gewicht sparenden Bauweise ermöglicht sie es, beim Getriebe auf das zusätzliche Getriebeöl zu verzichten, das bisher zur Schmierung notwendig war. Nach wie vor kommt bei den Getrieberädern eine hochfeste Schrägverzahnung zum Einsatz, die durch sanften Zahneingriff geringe Laufgeräusche und hohe Laufruhe bietet. Und wie bisher sind auch beim neuen Antrieb die Getriebewellen wälzgelagert, während die Zahnräder (Losräder) reibungsarm auf Nadellagern laufen. Das Schalten der Getrieberäder und damit der Gänge erfolgt über eine kugelgelagerte Schaltwalze aus Stahl, drei einsatzgehärtete und an ihren Enden hartverchromte Schaltgabeln sowie Schiebemuffen zur kraftschlüssigen Verbindung der Zahnradpaare.
Als erster Serien-Boxermotor von BMW Motorrad besitzt der erstmals in der R 1200 GS eingesetzte Antrieb eine Mehrscheiben-Ölbadkupplung mit acht Reibscheiben anstelle der bisherigen Einscheiben-Trockenkupplung. Die Vorteile dieser Lösung liegen einerseits im reduzierten Trägheitsmoment durch den mit 147 Millimetern deutlich geringeren Außendurchmesser (R 1200 GS bisher: 180 mm) und andererseits in der insgesamt kompakteren Bauweise. Das Kupplungssystem ist – erstmals bei einem Boxer – mit einem Anti-Hopping-Mechanismus ausgestattet. Hierbei wird das Bremsmoment des Motors im Schiebebetrieb von der Kupplung nur noch in reduziertem Maße ans Hinterrad weitergeleitet, und das Motorrad bleibt in der Bremsphase noch stabiler und sicherer beherrschbar.
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Noch mehr Technik im Detail