Der Aufschwung.

Mit dem Zweirad-Boom geht es von München nach Berlin.

In Berlin-Spandau, wo bis 1945 Flugmotoren entstanden und danach eine Werkzeugmaschinen-Fertigung aufgebaut wurde, bekommen die BMW Motorräder ihr neues Zuhause – und Berliner Luft in die Reifen. Passend zum wiedereinsetzenden Zweirad-Boom fertigt BMW dort mit den /5-Modellen eine komplett neu entwickelte Baureihe.

Motorradfahren wird zum Hobby.

Motorradfahren wird zum Hobby.

Die Einstellung zum Motorrad hat sich geändert, die Kunden sind nun stärker freizeitorientiert – und Motorradfahren wird zunehmend zum sportlichen Hobby auch finanziell bessergestellter Kreise. Die /5 Baureihe erfüllt alle Anforderungen, die zu Beginn der siebziger Jahre an ein modernes Motorrad gestellt werden. 

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BMW Motorräder in aller Welt.

In den sechziger Jahren vertraute BMW auf die bewährten Fahrwerke der 1955 eingeführten Vollschwingenmodelle, die mit ihrer Fahrstabilität neue Maßstäbe im Solo- und Gespannbetrieb setzten. 1960 ergänzen zwei Sportmodelle, die R 50 S und die R 69 S die Modellpalette. Letztere ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h das schnellste deutsche Serienmotorrad, mit dem sich BMW in der internationalen Spitze behaupten kann. BMW Motorräder gleiten nicht mehr nur über europäische Landstraßen, sondern erobern auch die US-Highways. Doch auch auf den anderen Kontinenten gehören BMW Motorräder immer mehr zum Straßenbild.

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DIE MOTORRÄDER DER 1960ER JAHRE

1960: R 69 S.

1960: R 69 S.

Das sportliche Spitzenmodell R 69 S wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit 42 PS und 175 km/h Höchstgeschwindigkeit sorgt sie nicht nur in Deutschland für Aufsehen. Die Kurbelwelle des R 69 S-Motors war mit einem Schwingungsdämpfer versehen. Das gute Fahrverhalten zeichnet sich durch die Verwendung eines hydraulischen Lenkungsdämpfers aus.

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1967: R 69 US.

1967: R 69 US.

Speziell für den nordamerikanischen Markt bietet BMW seine Boxermodelle ab 1967 auch in einer Version mit Teleskopgabel an. Damit wird die Wartezeit auf die neuentwickelte /5-Baureihe auf dem wichtigsten Auslandsmarkt USA überbrückt.

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1969: R 50/5.

1969: R 50/5.

Die /5-Baureihe präsentiert sich als grundlegende Neukonstruktion des Boxermodells: Leichter Doppelschleifen-Rohrrahmen mit Hinterradschwinge und Teleskopgabel vorne, Kurbelwelle und Pleuel gleitgelagert, Drehstromgenerator, Batteriezündung, elektrischer Anlasser und Unterdruck-Drosselklappen-Vergaser. Zum ersten Mal sind außer Schwarz und Weiß auch andere Farben wie Silber, Blau und Rot verfügbar. Das Einstiegsmodell R 50/5 ist die letzte BMW mit dem klassischen Hubraum von 500 ccm. 

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1969: R 60/5.

1969: R 60/5.

Die R 60/5 ist die grundlegende Neukonstruktion des Boxermodells: Leichter Doppelschleifen-Rohrrahmen mit Hinterradschwinge und Teleskopgabel vorne, Kurbelwelle und Pleuel gleitgelagert, Drehstromgenerator, Batteriezündung, elektrischem Anlasser und Unterdruck-Drosselklappen-Vergaser. Der elektrische Anlasser ist hier serienmäßig an Bord. Zum ersten Mal sind außer Schwarz und Weiß auch die Farben Silber, Blau und Rot verfügbar. 

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1969: R 75/5.

1969: R 75/5.

Die R 75/5, das Topmodell der /5-Modellserie, bietet das gleiche Fahrwerk wie die anderen Modelle der /5-Serie, leistet aber dank 750 ccm Hubraum satte 50 PS und glänzt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h. Damit ist BMW für den einsetzenden Motorradboom der 1960er Jahre bestens aufgestellt. 

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Die weiteren Dekaden

  • 1920er Jahre.
    Der Grundstein ist gelegt.

    Auf der Berliner Automobilausstellung im September 1923 fällt der Startschuss für den Bau von BMW Motorrädern: Die R 32 ist das erste Motorrad der Bayerischen Motoren Werke, entwickelt von Max Friz. Charakteristisch für den Hersteller wird der heute weltbekannte Boxermotor. 

  • 1930er Jahre.
    Von Rekorden und Rennen.

    Die Ingenieure haben in den 1930er Jahren nicht nur die Leistungsentwicklung im Sinn, sondern führen beispielsweise die hydraulisch gedämpfte Teleskopgabel und den aufwendig konstruierten OHV-Boxermotor ein – mit einzigartigen Folgen und Erfolgen.

  • 1940er Jahre.
    Mit Pioniergeist geht es weiter.

    Nach den Kriegswirren gelingt BMW 1948 ein Neubeginn mit der Motorrad-Herstellung. Zunächst bauen die Bayern mit der R 24 ein auf 250-ccm beschränktes Einzylinder-Motorrad.  

  • 1950er Jahre.
    Zurück an die Spitze.

    Die 1950er Jahre sind von sportlichen Erfolgen geprägt. BMW erreicht mit einer Serienmaschine beachtliche Spitzengeschwindigkeiten, zudem  gewinnen die Fahrer von Motorrad-Gespannen Weltmeistertitel.

  • 1970er Jahre.
    Schutz vor Wind und Wetter.

    Eine neue Ära wird eingeleitet: Cockpit- und Vollverkleidungen machen das Fahren auf dem Motorrad komfortabler. Es entstehen sportliche Reisemotorräder. Insbesondere die R 90 S gilt als gefragter Designklassiker – nicht zuletzt wegen seiner aufwendigen Zweifarbenlackierungen. 

  • 1980er Jahre.
    Neue Technik, neues Segment.

    Der Motorradbauer überrascht mit wegweisenden Innovationen und dem neuen Segment der Reise-Enduros. Nach der revolutionären Einarmschwinge von 1980 wird 1987 das BMW Paralever System in der R 100 GS vorgestellt. 

  • 1990er Jahre.
    Vorreiter, Trendsetter.

    Der neue Vierventil-Boxer mit elektronischem Motormanagement und das BMW erste Einzylinder-Motorrad seit 1966 kommen in den 1990er Jahren auf den Markt. Außerdem bietet BMW Motorrad im Frühjahr 1991 als weltweit erster Motorradhersteller einen geregelten Drei-Wege-Katalysator für Motorräder an. 

  • 2000er Jahre.
    Sportlicher und dynamischer denn je.

    Etliche neue Modelle und technische Innovationen sorgen bei BMW Motorrad für Wachstum: die neue K-Baureihe geht jetzt mit einem quer eingebauten Motor an den Start; und die neu entwickelte F-Modellreihe befeuert das Segment der Mittelklasse-Maschinen. Ende des Jahrzehnts führt BMW Motorrad eine der wichtigsten Neuerscheinungen auf dem Markt ein – mit der S 1000 RR betritt die Marke erstmals das Parkett der Supersportler.

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