Diese Sonderausstattung bietet BMW Motorrad als erster Hersteller ab Werk an.

Durch automatische oder manuelle Aktivierung sendet der „Intelligente Notruf“ die Koordinaten des Fahrzeugs direkt an das Callcenter, statt den Fahrer nur mit der lokalen Rettungsleitstelle zu verbinden. Mit Hilfe dieser Daten kann neben dem Unfallort zusätzlich die Fahrtrichtung bestimmt werden, damit auch schwer auszumachende Ziele von den Rettungskräften schnell erreicht werden können – eine Neuheit im Motorradbereich.

Nachdem das Callcenter benachrichtigt wurde, wird versucht Kontakt mit dem Betroffenen aufzunehmen. Für die Aktivierung der Rettungskette sind keine weiteren Angaben des Anrufers notwendig. Einzigartig bei BMW: Die Ansprache und Betreuung des Betroffenen erfolgt in der durch den Kunden gewählten Sprache. So können schon vor Eintreffen des Rettungsdienstes erste, wichtige Fragen geklärt werden.

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Über Sensoren am Motorrad werden die Auswirkungen des Zusammenstoßes und die Lagesituation des Motorrads ermittelt, sodass Unfälle zuverlässig erkannt und von motorradtypischen Fahrsituationen abgegrenzt werden können. Ob ein Notruf abgesetzt wurde, erkennt der Fahrer durch eine Grafik in der Instrumentenkombination, sowie durch ein akustisches Signal. Für den Aufbau der Sprachverbindung zum Callcenter ist kein Kommunikationssystem im Helm erforderlich, da Lautsprecher und Mikrofon fahrzeugfest am rechten Lenker verbaut sind.

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Der „Intelligente Notruf“ deckt folgende Hauptszenarien ab:
  • Szenario 1: Automatische Auslösung bei schwerem Sturz/Aufprall (z.B. Frontalaufprall bei hoher Geschwindigkeit)
    Bei einem schweren Sturz oder Aufprall wird der Notruf automatisch aktiviert. Eine Sprachverbindung zum Fahrer wird hergestellt, ist jedoch in diesem Fall nicht zwingend erforderlich. Bei einem schweren Unfall wird die Rettung sofort eingeleitet.
  • Szenario 2: Automatische Auslösung bei leichtem Sturz/Aufprall (z.B. wegrutschendes Vorderrad bei geringer Geschwindigkeit)
    Bei kleineren Unfällen wird der „Intelligente Notruf“ erst mit kurzer Verzögerung ausgelöst. Das gibt dem Fahrer die Möglichkeit den Notruf manuell abzubrechen, falls keine Hilfe oder Rettung notwendig ist. Wenn es zu keinem Abbruch des ECALLs kommt, wird eine Sprachverbindung zur Abschätzung der Unfallfolgen hergestellt.
  • Szenario 3: Manuelle Auslösung in Notsituationen
    In diesem Falle – etwa um Hilfe für einen anderen Verunglückten zu rufen – wird der Notruf manuell durch Langdruck der SOS-Taste am Lenker aktiviert und eine Sprachverbindung aufgebaut. Diese Sprachverbindung ist bei manueller Auslösung zur Einleitung weiterer Maßnahmen erforderlich. Der Betroffene hat auch hier die Möglichkeit, den Notruf per Knopfdruck auf die SOS-Taste oder Abschalten des Motors zu beenden. Die manuelle Aktivierung des „Intelligenten Notrufs“ ist ausschließlich im Stand und bei eingeschalteter Zündung möglich.
Zur Aktivierung des Systems muss der Fahrer weder eine SIM-Karte freischalten, noch zusätzliche Kosten für die Nutzung des Datendienstes tragen. Der „Intelligente Notruf“ ist ab Fahrtbeginn aktiv und jederzeit einsatzbereit, um bei einem möglichen Unfall sofort Hilfe holen zu können. So wird wertvolle Zeit eingespart, die im Ernstfall den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten kann. Zahlreiche Einsätze des ECALL-Systems im PKW Bereich zeigten, dass die Rettungsdienste mithilfe dieses Sicherheitssystems um 40 bis 50 Prozent schneller am Unfallort sind. Durch die umfangreiche und intelligente Sensorik zur Unfallerkennung ist eine zuverlässige Abgrenzung von Nicht-Unfällen möglich. Dank der Roamingnutzung verwendet der „Intelligente Notruf“ immer das bestmögliche Netz, egal wo sich der Unfall ereignet. Übertragen werden dann ausschließlich Informationen über die Zeit und den Ort des Motorrads, die Fahrgestellnummer und die individuelle Landessprache des Nutzers. Das System speichert keine weiteren Nutzerdaten ab. Geschwindigkeitserfassung oder eine permanente Standortabfrage finden beispielsweise nicht statt.
Um die Qualität des Dienstes auf dem geforderten hohen Niveau zu etablieren, wird der „Intelligente Notruf“ ausführlich in den einzelnen Ländern vor Einführung getestet und schrittweise verfügbar gemacht. Der „Intelligente Notruf“ wird zunächst in Deutschland bestellbar sein und sukzessive in weiteren Ländern eingeführt. Für nähere Informationen wende Dich bitte an Deinen Händler.
Der Intelligente Notruf kann in folgenden Ländern genutzt werden: Deutschland, Belgien, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Monaco, Niederlande, Norwegen (2/2018), Österreich, Polen, Portugal, San Marino, Schweden (9/2017), Schweiz, Spanien, Vatikanstadt, Vereinigtes Königreich Großbritannien.    
Das ECALL Netz wird stetig erweitert. Im Laufe des Jahres wird der Intelligente Notruf auf weitere Länder ausgeweitet.
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