Das kompakte Gehäuse ist zwischen Motor und dem Sekundärantrieb (Schwinge mit integrierter Kardanwelle) eingepasst. Das komplette Getriebe wiegt lediglich 13 Kilogramm.
Die hochfeste Schrägverzahnung sorgt durch den prinzipbedingt sanfteren Eingriff nicht nur für einen ruhigeren Lauf der Zahnräder, sondern auch für eine exakte Verrastung der einzelnen Gänge. Die Präzision ist beim Schalten deutlich wahrnehmbar. Anders als bei herkömmlichen Motorradgetrieben, wo das Schalten über Verschieben der Getrieberäder auf den Wellen erfolgt, wird der Gangwechsel im schrägverzahnten BMW Motorrad Getriebe via einer Klauenschaltung mit drei Schiebemuffen vorgenommen: Die Zahnräder greifen also ständig ineinander und werden indirekt betätigt. Vorteil der Schiebemuffen: Sie sind leichter und schmaler als geschaltete Zahnräder, wodurch sie sich leichter über die Schaltgabeln auf den jeweiligen Wellen verschieben lassen. Entsprechend fallen die Schaltwege sehr kurz und prägnant aus. Zur Gewichtsoptimierung und verbesserten Leichtgängigkeit ist die Schaltwalze hohl ausgeführt und kugelgelagert.
Die Losräder sind auf reibungsarmen Nadellagern montiert, die Wellen laufen wiederum an Kugellagern. Dabei handelt es sich jeweils um so genannte „Clean Bearing Lager“, die den Eintritt von Schwebepartikeln verhindern. Dies verlängert die Wartungsintervalle: Ein Getriebeölwechsel ist so nur noch alle 40.000 Kilometer nötig.
Die Schaltwelle tritt links am Gehäuse aus. Das erleichtert die Führung des Schaltgestänges zum Schalthebel an der Fußraste.
Die optimale Getriebeabstufung mit einem fahraktiven, kurz übersetzten 6. Gang sorgt für beeindruckende Durchzugswerte. Für die Anzeige der einzelnen Gänge auf dem Multifunktionsdisplay ist das Getriebe serienmäßig mit einem Potentiometer ausgestattet. Dessen Austausch kann wartungsoptimiert bei eingebautem Getriebe vorgenommen werden.
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