Planet Wüste.

Mit Michael Martin viermal um die Erde.

Auftakt in München.

Ende Oktober präsentierte Martin seine Multivisionsshow "Planet Wüste" im BMW Museum in München. „Wir reisen heute vier Mal um die Erde“, kündigte der Fotograf vor seinem Vortrag „Planet Wüste“ an. Und tatsächlich. Der Autor nimmt seine Zuschauer mit auf eine Reise vom Nord- bis zum Südpol und umreist dabei viermal die Erde.
Martin erzählt in der Multivisionsshow Geschichten. Geschichten, die er zusammen mit seinen Wegbegleitern, Freunden und Familienmitgliedern erlebt hat. 1.600 Bilder zeigen die Reise Martins: Seine Begegnungen, Erkenntnisse und Herausforderungen.
„Bis zu fünf Stunden mussten wir manchmal im Auto warten, bis mein Vater dann endlich das eine Foto hatte“, berichtet David Martin, Sohn des Fotografen, der seinen Vater auch auf einigen Expeditionen begleitete. Doch das Ausharren hat sich gelohnt: Martin zeigt mit den ausdrucksstarken Fotos die Extremzonen der Erde, zeigt Parallelen und weist auf Unterschiede hin.
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Bis zu fünf Stunden mussten wir manchmal im Auto warten, bis mein Vater dann endlich das EINE Foto hatte.

David Martin

Sohn des Fotografen, der seinen Vater auch auf einigen Expeditionen begleitete.

Michael Martin im Interview.

Seit 25 Jahren reist Martin mit der GS durch die Wüste. Im Interview mit BMW Motorrad erzählt er von den Gefahren in den Wüsten, von seinen Erfahrungen mit dem Motorrad und seinen Zukunftsplänen.

Michael, was möchtest Du mit Deinem aktuellen Projekt erreichen?
Erste Botschaft: Die Wüsten sind Teil unserer Erde und sollten mehr geschützt werden. Waffentests werden in den Wüsten durchgeführt und Ölquellen ausgeschöpft. Zweite Botschaft: Mein Projekt soll junge Menschen und Couchpotatoes animieren, sich die Welt anzuschauen. Dafür ist das Motorrad ein wunderbares Mittel.
Du warst für „Planet Wüste“ sechs Jahre in Extremzonen unterwegs, was war auf Deinen Reisen die schwierigste Herausforderung?
Einerseits natürlich die Sicherheitsprobleme: Terrorismus, Rebellen und Entführungen. Im Nahen Osten und in vielen Teilen Südafrikas ist es sehr gefährlich. Aber zum Glück ist die Welt groß genug und es gibt sichere Länder wie Namibia, Australien oder USA.
Wie ist es, in der Wüste mit dem Motorrad zu fahren? Musstest du das erst lernen?
Das Motorradfahren in der Wüste muss man erst lernen und kann gefährlich sein. In der Wüste hat man eine höhere Sturzgefahr. Ich kann nur empfehlen Rückenschutz, gute Schuhe sowie einen anständigen Helm zu tragen. Denn in der Wüste gibt es keinen Helikopter, der dich rettet. Ich habe auch meine Stürze gehabt, habe mich aber nie schwer verletzt. Es hat gedauert, bis ich gelernt habe, im Sand oder auf Schotterpisten zu fahren.
Wie kommst du mit dem Motorrad in Sandwüsten zurecht?
Inzwischen kann ich mit der GS gut im Sand fahren. Früher war Sand für mich eine besondere Herausforderung. Ein 400 Kilo schweres Motorrad durch den Sand zu manövrieren, dafür brauchst du viel Mut und sehr gute Fahrkenntnisse.
Planst Du schon ein neues Projekt? Wenn ja, welches?
Die nächsten Jahre werde ich mich auf meine Veranstaltungen konzentrieren. Aber 2018 kann ich mir Gedanken über ein neues Projekt machen – und sehr gerne wieder mit dem Motorrad ins Abenteuer.
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