Sisters' Centennial Ride.

Eine Frau verwirklicht ihren Traum.

Im Jahr 1916, vier Jahre bevor Frauen in den USA das Wahlrecht erhielten, machten sich zwei Schwestern namens Adeline und Augusta Van Buren auf zu einer Reise quer durch den amerikanischen Kontinent, um zu beweisen, dass auch Frauen das Zeug zu militärischen Kurierfahrerinnen haben. Heute, genau hundert Jahre später, gedenkt eine Gruppe von Frauen der mutigen Fahrt und folgt den Spuren der Schwestern mit demselben Spirit und derselben Entschlossenheit.

Der Startschuss für das dreiwöchige Motorradabenteuer von der Ost- an die Westküste der USA, das von BMW Motorrad USA präsentiert wurde, fiel am 3. Juli in Brooklyn, New York (von wo auch schon die Van-Buren-Schwestern 1916 zu ihrer Ausfahrt aufbrachen). Die Strecke folgte der Route der Schwestern von 1916 so wahrheitsgetreu wie möglich bis zum Ziel am 23. Juli in San Francisco, Kalifornien. 

Für die Eventorganisatorin Alisa Clickenger war die Fahrt ideal, um den hundertsten Geburtstag dieser Pionierfahrt zu gedenken, die im selben Jahr stattfand, in dem das Unternehmen BMW gegründet wurde – sieben Jahre bevor BMW 1923 mit der R 32 das erste Motorrad auf den Markt brachte.

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Vom Weggehen und Ankommen

© Christina Shook

Für einige Menschen bedeutet eine Scheidung Freiheit. So auch für Alisa Clickenger, die dadurch inspiriert wurde, ihren Traum zu leben und auf einem Motorrad loszufahren. Mehr als 20 Jahre später ist sie eine vollendete Motorradfahrerin, die noch immer ihren Traum lebt, zusammen mit Hunderten von Frauen, denen Alisas Vision von Frauen als fähigen Motorradfahrerinnen als Inspiration diente, um beim Sisters’ Centennial Ride mitzumachen.

1995, als Alisas Scheidung gerade im Gange war, hatte sie einen Traum, in dem sie um ihr Leben rannte. In diesem Traum sah sie ein Motorrad und wusste instinktiv, wie es zu fahren war, und konnte sich so vor der drohenden Gefahr retten. Beim Aufwachen war sie noch so bewegt von ihrem Traum, dass sie Motorradfahren lernte und verschiedene Motorräder ausprobierte, bevor sie sich schließlich für eine BMW und ein neues Leben entschied, in dem sie Abenteuer-Motorradfahrten konzipierte und leitete.

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© Christina Shook

Ihre Liebe zum Reisen hat sie weit herum geführt und versetzte sie in die Lage, neue Erfahrungen zu machen und neue Menschen zu treffen. „Ich kann alles überall hin fahren“, sagt sie „und ich habe keine Angst, unbekannte Wege zu erforschen. Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen habe ich Selbstvertrauen beim Erkunden neuer Gebiete.“ Der unerschrockenen Reisenden reichte es nicht, die zwei Räder nur zur Fortbewegung zu nutzen, sondern ihr schwebte ein größeres Ziel vor Augen: Alisa wollte eine Gemeinschaft schaffen, um Frauen in der Motorradwelt zu fördern und ihre Errungenschaften zu würdigen. „Ich möchte Frauen das Gefühl geben, dass sie das tun können, was sie schon immer wollten“, erklärte Alisa, „Also arbeitete ich verschiedene Ideen aus und stieß zufällig auf die Geschichte der Van-Buren-Schwestern. Ich wusste sofort, dass ich nicht nur darüber reden, sondern einen Event daraus machen wollte.“

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Die historische Fahrt der Van-Buren-Schwestern.

2016 ist der 100. Jahrestag der historischen Reise der Schwestern, bei der sie auf Motorrädern die USA von Brooklyn an der Ostküste bis San Francisco an der Westküste durchquerten, um sich bei der US-Regierung dafür einzusetzen, dass Frauen für den Militärdienst zugelassen werden sollten.

Die mutigen Schwestern, die beide Ehemann, Kinder und eine Arbeitsstelle hatten, verschoben mit ihrer Aktion die Grenzen für das, was man damals für möglich hielt. Durch ihren Aufbruch ins Unbekannte wollten sie etwas erreichen, was uns mittlerweile als selbstverständlich erscheint: Frauen in der US-Armee sind heutzutage eine Realität.

Ein Grund zum Fahren

© Christina Shook

2016 ist der 100. Jahrestag der historischen Reise der Schwestern, bei der sie auf Motorrädern die USA von Brooklyn an der Ostküste bis San Francisco an der Westküste durchquerten, um sich bei der US-Regierung dafür einzusetzen, dass Frauen für den Militärdienst zugelassen werden sollten.

Die mutigen Schwestern, die beide Ehemann, Kinder und eine Arbeitsstelle hatten, verschoben mit ihrer Aktion die Grenzen für das, was man damals für möglich hielt. Durch ihren Aufbruch ins Unbekannte wollten sie etwas erreichen, was uns mittlerweile als selbstverständlich erscheint: Frauen in der US-Armee sind heutzutage eine Realität.

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© Christina Shook

Mit den eingenommenen Geldern sollen obdachlose Veteraninnen unterstützt werden. Frauen dürfen heute zwar im Militär dienen, dennoch scheint es, als ob ihre Zukunft nach der Rückkehr nach Hause weniger gesichert ist. Es gibt zwar einige große Organisationen, die männlichen Veteranen Unterstützung bieten, für Frauen gibt es dagegen nur wenige Angebote. Beim Gespräch über den Grund für die Auswahl der Wohltätigkeitsorganisation, Final Salute Inc, sagte Alisa: „Frauen verzichten auf Zeit mit ihrer Familie, damit sie weggehen und unserem Land dienen können. Daher sind wir es ihnen schuldig, dass sie nach ihrem Dienst nach Hause kommen können und versorgt werden. Wir wissen kaum etwas über die Veteraninnen, die nach dem Krieg zurückkehrten.“

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Es ist ein unvergleichliches Erlebnis, Teil der BMW-Motorradwelt für Frauen zu sein. Die viele Unterstützung inspiriert mich und ich möchte etwas davon zurückgeben.

Alisa Clickenger

Überwältigende Unterstützung.

© Christina Shook

Überwältigende Unterstützung.

„BMW unterstützt bereits seit vielen Jahren Fraueninitiativen“, so Alisa. „Dies und die Tatsache, dass sie großartige Tourenmotorräder für Langstrecken herstellen, machte BMW zum perfekten Partner für diese Fahrt. Es ist ein unvergleichliches Erlebnis, Teil der BMW-Motorradwelt für Frauen zu sein. Die viele Unterstützung inspiriert mich und ich möchte etwas davon zurückgeben.“

Diesen Standpunkt vertritt auch Sarah Schilke, National Marketing Manager von BMW Motorrad USA, die sich den Teilnehmerinnen bei der letzten Touretappe anschloss, um gemeinsam mit der Gruppe die berühmte Golden Gate Bridge nach San Francisco zu überqueren.

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„Dies war so ein wichtiges Ereignis für alle weiblichen Motorrad-Fans, dass wir unbedingt dabei sein wollten. Eine weitere Besonderheit war, dass auch der PKW-Bereich mitmischte: BMW stellte mehrere X5 als Verfolgerfahrzeuge sowie einen BMW der 7er-Reihe als vollausgestattetes Fotomobil zur Verfügung, damit die Fahrt auf der gesamten Route dokumentiert werden konnte. Diese Cross-Country-Fahrt bot eine perfekte Möglichkeit, unsere Motorräder vorzuführen, denen ein Ruf als bequeme Tourenräder mit enormer Kilometerleistung vorauseilt.

„Wir haben eine Reihe neuer Modelle, wie zum Beispiel die R nineT und die G 310 R, die bald auf den Markt kommt. Beide Modelle sind niedriger und leichter und finden bei Motorradfahrerinnen großen Anklang. Viele unserer Räder, einschließlich die F 700 GS, bieten nun eine Option mit niedriger Sitzhöhe, was sich noch nicht überall herumgesprochen hat, darum haben wir Probefahrten auf einem Motorrad mit einstellbarer Sitzhöhe angeboten. Und da nicht alle Frauen einen niedrigen Sitz brauchen oder möchten, war dies eine tolle Möglichkeit, um zu zeigen, wie bequem Frauen auf unseren großen Motorrädern sitzen und wie viel Spaß sie dabei haben.“

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Dies war so ein wichtiges Ereignis für alle Motorrad-Fahrerinnen, dass wir unbedingt dabei sein wollten.

Sarah Schilke

Raus aus der Komfortzone.

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Raus aus der Komfortzone.

An der Tour nahmen mehr als 100 Motorradfahrerinnen teil und diejenigen, die auf der gesamten Strecke dabei waren, legten insgesamt 6.800 Kilometer zurück, je nachdem, welche Strecke die einzelnen Fahrerinnen durch die US-Bundesstaaten New York, Massachusetts, Pennsylvanien, Ohio, Indiana, Illinois, Iowa, Nebraska, Colorado, Arizona, Utah, Nevada und Kalifornien gewählt hatten.

Erinnerungen an die Fahrt und gemeinsame Momente entlang des Weges machten deutlich, dass die Organisatorin Alisa Clickenger ihr Ziel erreicht hatte und für die Frauen eine großartige Unterstützung war. „Eine Frau sagte zu mir, dass sie bei dieser Fahrt jeden Tag ihre Komfortzone verlassen musste“, erzählte Alisa nach dem erfolgreichen Abschluss der Reise. „Sie sagte, dass mein Zuspruch und das Unterstützungsteam, das wir für die Fahrerinnen zusammengestellt hatten, ihr Leben verändert habe. Ich war so ergriffen, dass ich weinen musste!“

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Der größte Erfolgsmoment während der Fahrt kam für Alisa auf der letzten Etappe, als sie einen der seltenen Momente für einen Rückblick nutzte. „Wir überquerten die Golden Gate Bridge auf der Paraderoute und ich schaute mich um: hinter mir waren mehr als 200 Frauen auf ihren Motorrädern! All diese Frauen waren da, um unsere Botschaft zu unterstützen und meinen Traum wahr zu machen. Es war ein berührender Augenblick.“

Diese gegenseitige Kameradschaft war auf der gesamten Reise spürbar und nicht nur unter den Frauen: es gab zwei männliche Mitarbeiter und auch der Enkel von Adeline war mit dabei. Die Van-Buren-Familie teilte Alisas Vision, den Fußstapfen ihrer Ahninnen zu folgen. Sarah Van Buren war eine der jüngsten Fahrerinnen und ein gutes Beispiel dafür, was sich erreichen lässt. Sie hatte noch nie zuvor etwas Ähnliches gemacht, aber sie fuhr und übte täglich, um an dieser besonderen Reise teilnehmen zu können.

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Die Zeiten haben sich verändert.

© Christina Shook

Die Zeiten haben sich verändert.

In den 100 Jahren seit der ursprünglichen Reise der Van-Buren-Schwestern hat sich eine Menge verändert. Motorradfahren dient nicht mehr nur der Fortbewegung, sondern ist eine Form der Erholung. Alisa ist davon überzeugt, dass „Motorradfahren eine Art der Selbstdarstellung ist und ausdrückt, dass jemand kühn, abenteuerlustig und in gewisser Weise schrankenlos ist.“

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© Christina Shook

Sie fügte hinzu: „Ich denke, dass jede Frau ein Gefühl persönlicher Macht beim Motorradfahren erfährt, auch wenn sie es vielleicht nicht weiß und sich nicht bewusst ist, wie sehr sich ihr Leben durch diese zwei Räder verändern wird. Zumindest hat es mich verändert.

„Motorradfahren ist wie das Leben selbst. Man weiß nicht, was sich jenseits des Horizonts befindet und dieses Gefühl kann süchtig machen. Manchmal muss man sich auf die Fähigkeiten verlassen, die man erworben hat, aber es geht immer weiter, bis man diesen großartigen Horizont erreicht, der nach einem ruft.“

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