"Alles um uns herum wurde einmal designt."

Interview mit Designer Stephen Kenn über Vintage im modernen Look.

Stephen Kenn ist bekannt für seine reduzierten, puristischen Arbeiten. Seine Philosophie: authentische Vintage-Materialien mit einer modernen Formensprache verbinden. Besonders die „Inheritance Collection“ des Kaliforniers demonstriert eindrucksvoll, wie er einfache Sitzmöbel bis aufs Wesentliche reduziert und sie stilsicher mit hochwertigen Vintage-Materialien kombiniert. Denn er ist überzeugt: Gutes Design sollte die simpelste und funktionalste Form haben und die verwendeten Materialien sollten die Geschichten der Vergangenheit ins Hier und Jetzt weitertragen.

Stephen, wolltest Du schon immer Designer werden?
Nein, dieser Berufswunsch entwickelte sich tatsächlich erst im Laufe der Zeit. Am Anfang beschränkten sich meine Ideen noch auf selbstgenähte T-Shirts, dann Jeans. Danach habe ich begonnen, Taschen zu designen. Inzwischen träume ich vom Entwerfen von Möbeln. Ich hoffe, dass ich eines Tages auch architektonische und künstlerische Projekte angehen kann.
Was gefällt Dir besonders an Deinem Beruf?
Ich liebe Design! Alles um uns herum wurde einmal designt. Ich sehe die Interaktion zwischen Mensch und Produkt als Konversation, die die Kultur mit der Welt führt. Hat jemand ein Produkt oder ein Kunstwerk geschaffen, wird es noch lange bestehen, auch wenn es den Designer nicht mehr gibt. Was wir kreieren, wird zukünftigen Generationen von der damaligen Zeit erzählen.
Woher nimmst Du die Inspiration für Deine Arbeit?
Ich stelle mir immer die Frage: Wie kann ich dieses Problem lösen? Ich sehe Probleme nicht als etwas Schlechtes an, sondern als Inspiration. Ich liebe es, über simple Alltagsprobleme nachzudenken. Momentan denke ich über einen ausziehbaren Esstisch nach und ich freue mich riesig, ihn im Mai bei der Internationalen Messe für zeitgenössische Möbel in New York vorzustellen.
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Hast Du nie die Befürchtung, Probleme nicht lösen zu können?
Meine besten Arbeiten entstehen, wenn ich die Angst vor dem Versagen vergesse und auch mal ein Risiko eingehe, um wundervolle Objekte entstehen zu lassen. Wenn ich designe, fühlt es sich an, als wäre alles möglich.
Klingt nach der absoluten Freiheit.
Freiheit ist ein tolles Wort. Es beschreibt sehr gut das Gefühl, das ich habe, wenn ich auf der R nineT Scrambler sitze. Bei meiner Arbeit und in meinem Leben gibt es einige Dinge, bei denen es um dieses Freiheitsgefühl beim Motorradfahren geht.
Wie kamst Du zum Motorradfahren?
Tatsächlich hat mich meine Frau fürs Motorradfahren begeistert und mich dazu gebracht, mein erstes Bike zu kaufen: eine 1975 Honda 360 Café Style. Damals musste ich erfahren, was an einem Vintage-Motorrad so alles kaputtgehen kann. Einige Reparaturen wollte ich selbst übernehmen, dadurch habe ich etliche neue Leute in Los Angeles kennengelernt. Viele sind bis heute gute Freunde. Bei Motorrädern und Motorradfahren geht es für mich also auch um die Community rund ums Fahren.
Wohin hat es Dich mit dem Motorrad bereits gezogen?
Vergangenen September sind meine Frau und ich fünf Tage auf einer BMW 700 GS durch das schottische Hochland gefahren. In meinem Leben habe ich noch nie etwas Schöneres gesehen.
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Und wie heißt das nächste Ziel?
Wir haben überlegt, im Herbst nach Australien zu fliegen und hoffen sehr, auch wieder BMW Motorräder fahren zu können. Ich bin auch einige Male durch die Rocky Mountains gefahren, aber habe immer davon geträumt, den Pass auch mal mit einem Motorrad zu überqueren.
Wie sieht ein perfekter Tag auf einer R nineT Scrambler für Dich aus?
Idealerweise stehe ich super früh auf, packe Essen ein und mache mich mit der R nineT Scrambler auf den Weg zur Küste. Mittags fahre ich in Richtung der Canyons und suche dort einen tollen Aussichtspunkt für ein kleines Picknick. Danach fahre ich am Meer entlang auf dem Pacific Coast Highway. Ich liebe diese Strecke.
Was bedeutet Motorradfahren für Dich?
In der Lage zu sein, sich auszuprobieren und sich inspirieren zu lassen. Beides gleichzeitig.
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Design-Studio.

Design-Studio.

Zusammen mit seiner Frau betreibt Stephen Kenn seit 2011 sein Design-Studio in Los Angeles. Dort entwickelt er hauptsächlich Möbel und Leder-Produkte. Getrieben von seiner Neugier, spielt er mit Formen und Materialien, um Objekte auf das Wesentliche zu reduzieren. Seine Inspiration holt er sich am liebsten draußen beim Motorradfahren.

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Jedes seiner Design-Projekte versteht er als Experiment. Ganz am Anfang steht immer die Suche nach neuen Materialien, Formen und Prozessen. Und auch die Suche nach einer bedeutungsvollen Geschichte. So entstehen funktionale Objekte mit modernen Formen und hochwertigen Materialien – alles „Made in Downtown L.A.“.

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Ehrlich. Ungezähmt. Luftgekühlt.

Den Fahrtwind spüren, sich in jede Kurve legen und mit jedem Meter ein Stück Freiheit erfahren – die BMW R nineT Scrambler gibt Dir die Möglichkeit, Dich zu verwirklichen. Robust, unkonventionell und gegen etablierte Standards geht es da hin, wo Du hinwillst. Geschaffen für echte Typen, die das Puristische, Reduzierte und Nonkonforme lieben.

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