Auf dem Laufsteg.

Der Essenza Sprint vereint alles, was glänzt.

Handgedengeltes Aluminium, Carbonteile, Art déco: Im Essenza Sprint versammelt sich die Crème de la Crème der Custombikes. Dabei könnten die Stilikonen unterschiedlicher nicht sein. Ob weiße Eleganz oder schwarze Power – letztendlich geht es immer um die Reduktion auf das Wesentliche, auf die Essenz eines Motorrads.

Italian Style

Giuseppe Roncen zeichnet die Linie der LowRide R nineT in die Luft. „Wie eine Welle“ sei der schlanke Aluminium-Monocoque geformt, erklärt er. „Wir haben die Hairline so lange aufs Papier gezeichnet, bis sie uns gefiel. Diese Form ist einzigartig, sie ist das Alleinstellungsmerkmal des Bikes.“ Der Direktor des italienischen Custombike-Magazins LowRide macht keinen Hehl daraus, wie stolz er auf seinen ersten BMW Umbau ist. Muss er auch nicht. Denn das Design, das in Zusammenarbeit mit Radikal Chopper entstand, hat die Jury überzeugt und den ersten Platz im Essenza Design Award belegt.

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Überzeugen muss das Motorrad nicht nur optisch. Im Essenza Sprint soll es seine Schnelligkeit unter Beweis stellen. Auch wenn das Showbike nicht speziell für Rennen konzipiert ist, leistet der Motor nach dem Tuning von Edelweiss Motorsport 130 PS. „Ich bin nicht interessiert an einem reinrassigen Rennbike. Es muss ein Alltagsgerät sein, welches meine Leidenschaft unterstützt, lässig durch die Gegend zu cruisen.“ Viele Teile der LowRide R nineT sind daher serienmäßig, gerade an der Elektronik und an den Sicherheitsfeatures hat Giuseppes Team nichts geändert. „Wir haben die BMW Philosophie kombiniert mit minimalistischem, italienischem Stil. Die R nineT ist einfach ein wunderbares Spielzeug.“

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Ganz schön schnell: Beim Essenza Sprint fährt die R nineT Racer Carbon „Schwarzwerk 101“ von Norbert Rebholz allen davon und gewinnt das prestigeträchtige Rennen.

Schöner Spuk

Custombikes stechen aus der Masse heraus. Sie fallen auf, ecken an. Davon ausgehend ist Essenza das nächste Level. Ein Level, auf dem sich Custombikes nochmals von Custombikes abheben. So wie das White Phantom. Dirk Oehlerking und seine Kingston Custom Manufaktur sind bekannt für außergewöhnliche Umbauten, die man schon fast als Eskapaden bezeichnen könnte. Er schert sich weder um Trends noch um Ratschläge anderer und macht die Dinge nach seinem eigenen Gusto. Damit ist er bislang nicht schlecht gefahren und tut es auch dieses Mal nicht. Denn aller Augen liegen auf dem White Phantom, das sich gerade anmutig seinen Weg zur Aufstellung des Essenza Sprints bahnt.

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Im weißen Mantel mit goldenen Linien steckt eine 1986er BMW R 80 RT. Dirk hat die 800er mit einem KK26-Turbolader, selbstentwickelter Telespringer-Gabel und Kingston Custom-Zugdämpfer ausgestattet. Inspiriert haben ihn die Rennmotorräder von Ernst Henne, der in den Dreißigerjahren unzählige Geschwindigkeitsrekorde aufstellte. „Boxer haben ein unheimliches Ausbaupotential, da kann man etwas Besonderes schaffen“, sagt Dirk. Etwas Besonderes, das bedeutet in diesem Fall Steampunk: der Blick in die Zukunft aus einer früheren Zeit. Einer Zeit, in der Maschinenbau in kleinen Manufakturen stattgefunden hat. „Es sollte schlicht und elegant sein. Nicht protzig und laut“, sagt er, „nur ein Hauch – ein Phantom eben.“

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Radikaler Nostalgiker

Meilensteine der Motorradgeschichte haben es Dani Weidmann angetan. Der Customizer aus dem Schweizerischen Schmerikon ist einer von der alten Schule. Sein Vater hatte eine Lackierwerkstatt, er selbst ist gelernter Motorradmechaniker, den Sinn für Design und Ästhetik hat er in den Genen. „Ich habe noch nie ein Serienfahrzeug besessen“, sagt er. Technik und Geschwindigkeit haben ihn immer schon fasziniert. Das sieht man der BMW R 1200 R an, die er in seiner Edelschmiede VTR Customs vom Serientrimm befreit und in einen radikalen Street-Tracker verwandelt hat – angelehnt an die Rennmaschine von Eddie Lawson. Hoher Superbike-Lenker, große Startnummerntafel mit Eddies Nummer 21, Nostalgie-Feeling.

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Dani ist in den Achtzigern selbst Rennen gefahren. Der viermalige Weltmeister Eddie Lawson war der Held jener Zeit und sein großes Vorbild. Mit Eddies brutalen Superbikes im Kopf, schuf er die Linie von Eddie 21, wie er seinen Custombuild nennt. „Der Rohbau sah kantig und futuristisch aus. Aber mit der Rennlackierung ist es so gekommen, wie ich es mir vorgestellt hatte“, erzählt Dani. Eddie 21 ist Handarbeit bis ins kleinste Detail. Das Aluminiumkleid ist handgedengelt, ebenso wie Aluminiumtank und Heck. Selbstgemacht sind auch die Startnummerntafel sowie die Kerker-Style-Auspuffanlage. „Motorräder, die Geschichte geschrieben haben in Kombination mit Handwerkskraft – das ist für mich Essenza.“

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R nineT Racer

Heritage

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