Erlaubt ist, was gefällt.

Inspirationsquellen und neue Impulse bei Wheels and Waves.

Bonjour Tristesse war gestern

Seit fünf Jahren strömen im Juni Freigeister der unterschiedlichsten Art in das mondäne Städtchen Biarritz. Ihr Ziel: das Festival Wheels and Waves – ein Szene-Treff für Motorradfahrer und Surfer. Anfangs waren es wenige Hundert Besucher, mittlerweile weit über zehntausend. Wheels and Waves hat sich im Kern kaum verändert. Dennoch kommt jedes Jahr ein neues Hightlight hinzu.

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Tagsüber werden Motorräder unter die Lupe genommen, Ausstellungen besucht, Freunde getroffen. Surfen, biken, skaten steht auf dem Programm. Abends spielen Live-Bands im Cité de l'Océan de Biarritz und versprühen Musik-Festival-Stimmung. Die herzliche, offene Atmosphäre und die unzähligen Custom-Bikes sind ein wahrer Quell der Inspiration und beflügeln den ambitionierten Customizer.

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Motorrad-Kultur à la bonne heure

Er entwarf das Artwork für Wheels and Waves: Naoto Hinai alias NUTS ART WORKS.

Den offenen Charakter und die inspirierenden Elemente des Events bringen die Organisatoren des Toulouser Southsiders MC bei der ArtRide-Ausstellung immer wieder eindrucksvoll auf den Punkt. In einer 3.000 Quadratmeter großen ehemaligen Fischfabrikshalle in Pasaia bei San Sebastian, wird dem interessierten Publikum eine stimmige Auswahl an raren historischen Bikes gemixt mit internationaler Fotografie und Kunst geboten. Beim Wheels and Waves trifft sich die zeitgenösische Motorrad-Avantgarde, deren Einflüsse es an vielen Ecken der Veranstaltung zu entdecken gilt.

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Französisches Savoir-vivre.

Französisches Savoir-vivre.

Ob beim Stadtbummel oder beim Schlendern durch die Stände des am Cité de l'Océan gelegenen Festivalgeländes – ganz Biarritz ist im Motorrad-Fieber. Geschäftsleute schmücken ihre Läden mit Moto-Lifestyle-Schnickschnack, bieten dem kauffreudigen Besucher maßgeschneiderte Produkte. In den belebten Straßen-Cafés drehen sich die Köpfe nach jedem vorbeidonnernden Motorrad um. Wenn es die hundertste Maschine an diesem Tag ist, so ist doch jede ein Unikat – und nicht nur die Maschine. Die Piloten reisen aus der ganzen Welt an und machen keinen Hehl daraus, wie stolz sie auf ihre ureigenen Modelle sind.

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Sie bringen Styles, Klamotten und Accessoires nach Biarritz, die verrückter nicht sein könnten. Erlaubt ist, was gefällt. Schrägste, meist TÜV-lose Umbauten beflügeln die Fantasien kreativer Motorrad-Schrauber. Beim Abendessen kommen neben baskischen Tapas und Wein jede Menge Benzingespräche auf den Tisch. Und wer nicht mit dem Moped da ist, der hat zumindest einen Helm dabei. Denn der Tramper findet eine Mitfahrgelegenheit sehr viel wahrscheinlicher auf dem Motorrad. Autos sind in diesen Tagen definitiv in der Unterzahl.

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Surf. Skate. Ride. Repeat.

Surf. Skate. Ride. Repeat.

In Biarritz nur Motorräder? No way! Die baskische Küste ist bekannt für die besten Surf-Spots entlang des Atlantiks. Bereits in den Fünfzigerjahren brachten amerikanische Touristen ihre Bretter mit und machten die Strände in und um Biarritz als ideales Surfer-Terrain aus. Die einheimischen Jugendlichen ließen sich davon sofort anstecken, bauten ihre eigenen Boards, entwickelten ihren eigenen Stil. Beim Wheels and Waves-Contest „Thirsty Fins“ messen sich die Surfer unter den Motorradfahrern am Milady Beach im Wellenreiten. Wer noch nicht genug hat, zieht nach der „Frühschicht“ am Beach zum Festivalgelände weiter und gibt auf der Halfpipe seine Tricks zum Besten, nur um anschließend eine Motorradtour durch die malerische Umgebung zu unternehmen. Kalifornischer Lebensstil made in France.

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Inspiration in die Tat umgesetzt

Die Concept Lac Rose beim ArtRide.

Als Hommage an frühere Rennerfolge durch Gaston Rahier bei der Rallye Paris-Dakar wird die Concept Lac Rose erstmals zur ArtRide-Ausstellung in Pasaia präsentiert. Im Look des ebenfalls ausgestellten 1985er Rennbikes haben Head of Design BMW Motorrad und Enduro-Enthusiast Edgar Heinrich und sein Team einen echten Hingucker auf die Reifen gestellt. Highlights wie der neon-orange Lack und der vergrößerte Tank zeigen auf den ersten Blick, wie sehr sie vom Original-Racer inspiriert wurde.

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Stolze Designer: Edgar Heinrich und Ola Stenegard.

Die Concept Lac Rose verdeutlicht eindrucksvoll, was aus einem Motorrad von der Stange gezaubert werden kann. Auch wenn sie nicht wirklich für den Wettbewerbseinsatz konzipiert ist, könnte man mit der Concept Lac Rose, die ihren Namen dem legendären Ziel der Rallye Paris-Dakar verdankt, locker an einer Hobby-Rallye teilnehmen. „Spaß pur – das ist es, was dieses Bike ausmacht. Es gibt keine Grenzen – ganz wie beim Wheels and Waves“, sagt Edgar Heinrich.

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Spaß pur – das ist es, was dieses Bike ausmacht. Es gibt keine Grenzen – ganz wie beim Wheels and Waves.

Edgar Heinrich

La Copita am Punks Peak

Längst ist es fester Bestandteil des Events: das legendäre Mann-gegen-Mann-Beschleunigungsrennen „Punks Peak“ am Jaizkibel. Hoch oben, in den abgelegenen, gewundenen Sträßchen der Pyrenäen, treffen sich die Biker, um auf ihren umgebauten Mühlen gegeneinander anzutreten. Nach hitzigen Temperaturen kommt pünktlich zum Rennstart der Regen. Wolken hängen tief in den Bergen, die Kälte zieht in jede Fuge. Am Jaizkibel versammeln sich hartgesottene Motorradfahrer, ihre Verkleidungen wirken wie Drohgebärden in der mystisch-nebligen Umgebung. Es hilft nichts, das Rennen kann nicht stattfinden. Doch die Fahrer der 50-Kubik-Klasse „La Copita“ (kleiner Pokal) stellen sich trotzdem an die Startlinie. Show-Start für echte Show-Talente. Auch hier ist wieder deutlich zu sehen: Alles ist erlaubt. Solange es gefällt – und fährt.

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Jede Menge PS auf der Pferderennbahn.

Jede Menge PS auf der Pferderennbahn.

Heiß geht es dagegen beim ersten Flat Track-Rennen in der Wheels and Waves-Geschichte her. Im Oval der berühmten Pferderennbahn von San Sebastian, sozusagen dem Ascot des Baskenlands, trifft sich ein internationales Teilnehmerfeld, um unter blauem Himmel ordentlich Staub aufzuwirbeln. Für noch mehr Wirbel sorgt lediglich Karl Maier, viermaliger Langbahn-Weltmeister und BMW Motorrad-Vertragshändler aus Neufinsing. Die Legende kehrt nach 20 Jahren Motorsport-Abstinenz auf die Rennbahn zurück, um es auf einer selbst umgebauten R nineT Scrambler mit den jungen Wilden aufzunehmen. Einmal Rennvirus, immer Rennvirus. Maier langt ans Gas, muss sich im Finale dann aber der starken Konkurrenz geschlagen geben. „Das Feeling war super“, sagt er, hin und weg vom heißen Rennen. „Aber die Jungs haben Schmalz und ich bin keine 38 mehr. Da sind dann doch noch ein paar Jahre draufgekommen.“

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