Staub und Schmutz in Down Under.

Ein Paradies für GS-Fahrer in Australien.

Stellt euch ein Land vor so groß, das zugleich ein Erdteil ist. Ein Land, in dem die Rinderfarmen größer sind als manches Land in Europa. Ein Reiseziel, wo ihr Tausende von Kilometern im unbefestigten Gelände fahren könnt, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Willkommen im "großen braunen Land" Australien, in dem es seit mehr als zwanzig Jahren eine starke und ausgesprochen aktive BMW GS-Community gibt.

Wie geschaffen für Abenteurer.

Australien ist einer der besten Orte der Welt für alle, die eine BMW GS fahren. Wo sonst findet man Schotterstraßen, auf denen man erst nach Tagen ans Ende gelangt, anspruchsvolle Sandpisten mit turmhohen Dünen in der wüstenartigen Landschaft und kurvenreiche Straßen mit glattem Asphalt, die sich an einer der malerischsten Küsten entlangwindet, die der Planet zu bieten hat. Kein Motorrad eignet sich so gut zum Erkunden, Touren und Asphaltkratzen wie die GS – und die Australier legen mit ihrem rauen und temporeichen Fahrstil weite Wege damit zurück auf der Suche nach neuen Herausforderungen und dem ganz besondere Kick. Wo sich andere Motorradfahrer kaum hintrauen, bricht die australische GS-Community seit fast einem Vierteljahrhundert zu immer neuen Horizonten auf.

+ Weiterlesen

BMW SAFARI — WEGWEISEND SEIT 1994

In einem Land, das etwa so groß ist wie die USA, aber nur 23 Millionen Einwohner hat – im Gegensatz zu den 313 Millionen Menschen, die in den USA leben – kommt man sich nicht gerade wie in einem überfüllten Land vor, oder? Obwohl der Kontinent so groß ist, leben 90 Prozent aller Australierinnen und Australier an der Küste und lassen somit unendlich viel Platz zum Entdecken – und genau das tut das BMW Safari Kundenprogramm in den vergangenen Jahren.    

+ Weiterlesen

Es gibt nicht viele Events, die sich so dauerhaft behaupten wie die australische BMW Safari. Mit ihrer langen und stolzen Geschichte, die 1994 begann, gehören die BMW Safaris in Australien weltweit zu den langlebigsten Kundenrennen von BMW Motorrad. Seit dem ersten Rennen haben sich Tausende von Bikern angeschlossen, die sich den Fahrspaß nicht entgehen lassen wollen und ihre BMW Motorräder mit einer Fahrt quer durch Australien feiern. Die GS (Offroad-)Safaris führen durch das "Crocodile Country", über Flüsse, durch Sand und über schnelle Pisten durch weitläufige Landschaften quer über den Kontinent – bis nach Tasmanien.

+ Weiterlesen

Eine neue Dimension.

Wegen der überwältigenden Beliebtheit der regulären GS Safari wurde 2013 die GS Safari Enduro ins Leben gerufen. Dieses Programm eröffnet eine neue Dimension des Offroad-Fahrens und ist mit seinen kultigen und abgelegenen Stationen eine echte Herausforderung, bei der es allerhand verborgene Juwelen zu entdecken gibt. GS-Fahrer aus allen Teilen der Welt reisen nach Down Under und nehmen neben dem australischen Fahrerkontingent an einem der Safari-Programme teil.

+ Weiterlesen

Eine der epischsten Touren in Australien.

Eine der epischsten Touren in Australien.

Die Events sind etwas ganz Besonderes. Hier wurden schon viele Freundschaften fürs Leben geschlossen. Die Liebe zum Abenteuer Motorradfahren bekommt jedes Mal mächtig Auftrieb. Im Laufe der Jahre gab es eine ganze Reihe von verrückten Rennen, aber keines war so verrückt wie die GS Safari Enduro 2017, die Anfang August stattfand. Einen Trip wie diesen sollte jeder GS-Fahrer auf die Liste der Dinge setzen, er in seinem Leben unbedingt noch machen will. Gestartet wurde in Cairns an der Küste, vor dem das Great Barrier Reef liegt. Von dort ging es in diesem Jahr über das Kap York zum nördlichsten Punkt des Landes und zurück. 140 hartgesottene GS-Fahrer bahnten sich ihren Weg durch Flüsse, über verlassene Wüstenstrände und auf engen Pfaden durch üppige Regenwälder – sieben Tage Abenteuer pur, die man nicht so schnell vergisst.

+ Weiterlesen

Hier braucht es erfahrene Fahrer.

Da die GS Enduro das schwierigere der beiden GS Safari-Events ist, brauchen die Fahrer eine gewisse Erfahrung mit Adventure-Bikes und unbefestigten Straßen, denn die Route führt keineswegs nur über unproblematisches Terrain. Rund die Hälfte der Fahrer war bereits bei einer früheren GS Safari mit von der Partie. Viele nahmen außerdem an dem zweitägigen BMW Offroad-Fahrertraining in Cairns teil, um für das schwierige Terrain gerüstet zu sein, das auf dem Weg zur Nordspitze Australiens auf sie wartete.

+ Weiterlesen

Vor einigen Jahren wagte sich der frühere Marketing-Manager von BMW Motorrad Australien, Miles Davis, zusammen mit einem Freund an die Durchquerung der Simpson-Wüste – ohne Unterstützungsteam. Sie wollten nicht nur herausfinden, ob eine solche Durchquerung machbar ist, sondern sie nahmen den Weg auch deswegen auf sich, weil sie beim legendären Finke Desert Race zuschauen wollten – einer australischen Extrem-Rallye ähnlich der Dakar-Rallye. Als BMW Motorrad seine R 1200 GS Rallye herausbrachte, verfiel Miles auf eine noch extremere Idee. "Das Finke Desert Race ist Kult, und die Simpson-Wüste ist Kult. Alles sprach dafür, sie miteinander zu kombinieren. Mir schwebte eine Tour vor, bei der die neue GS zeigen kann, wie ungeheuer vielseitig sie ist. Deshalb kam ich auf die Idee, von meinem Wohnort Melbourne nach Alice Springs zu fahren, am Finke Desert Race teilzunehmen und dann mit einer kleinen Gruppe von Kunden, die eine BMW GS besitzen, die Simpson-Wüste zu durchqueren. Alles in allem kommt man bei dieser Tour auf rund 6.150 Kilometer Strecke.” 

+ Weiterlesen

Auf einer R 1200 GS in Ziel.

Auf einer R 1200 GS in Ziel.

Mit Shane Booth, dem Chefausbilder für die Offroad-Trainings von BMW Motorrad Australien, fuhr er auf der GS Rallye nach Alice Springs und bekam den ersten Vorgeschmack auf das Outback. Vier Tage später hatten sie das Etappenziel erreicht und bereiteten sich auf das Rennen vor. "Bisher war noch keine BMW R 1200 GS beim Finke Desert Race ins Ziel gefahren – ein einheimischer Fahrer hatte es ein paar Mal auf einer HP2 Enduro versucht, ohne es bis zum Ende zu schaffen. Dementsprechend war er sehr interessiert und stärkte mir den Rücken.” Miles schaffte es ins Ziel – und das mit einer hervorragenden Zeit. 

+ Weiterlesen

Gerüstet für eine krasse Tour.

Als nächste Herausforderung stand eine GS-Tour durch die Wüste an. Mit einer Gruppe abenteuerlustiger BMW GS-Besitzer ging es durch die respekteinflößende Simpson-Wüste. "Wir waren eine kleine Gruppe von neun GS-Fahrern. Einige hatten viel und andere weniger Erfahrung. Alle waren physisch und mental gut vorbereitet auf eine extrem anspruchsvolle Tour", erinnert sich Miles. "Die Gruppe brauchte ein paar Tage, bis alle ihre Sandfahrfähigkeiten voll entwickelt hatten. Es gab auch den einen oder anderen Sturz bei geringem Tempo, aber keine größeren Unfälle." Die Route wurde sorgfältig gewählt, denn einige Pisten führten wirklich ins Nirgendwo. Die gewählte Route war zwar länger, aber die Strecken waren in besserem Zustand, abwechslungsreicher und landschaftlich besonders schön. Bevor sie im berühmten Birdsville Hotel eincheckten, fuhren Sie zum Spaß noch auf den berühmten "Big Red", eine 40 Meter hohe Sanddüne.

+ Weiterlesen

EINES VON VIELEN GS-GIRLS

Die australische Amy Harburg ist in der internationalen GS-Community weithin bekannt, seit sie bei der letzten International GS Trophy als eine von nur drei Frauen in das erste weibliche Team gewählt wurde. Amy – hart im Nehmen, talentiert und reisehungrig – berichtet von ihrer Liebe zu BMW GS Motorrädern und erzählt, warum die Zugehörigkeit zur GS-Welt ihr Leben verändert hat. "Seit ich GS fahre, haben sich für mich wahnsinnig viele Türen geöffnet und unglaubliche Abenteuer ergeben”, erklärt sie. "Durch die Teilnahme an den GS Safaris habe ich nicht nur meine Fahrkünste perfektioniert, sondern diese Events haben mich zu vielen grandiosen Orten in ganz Australien geführt, die ich sonst wahrscheinlich nicht kennengelernt hätte. Die Teilnahme an der International GS Trophy hat ihr Leben verändert – nicht nur weil sie zur Qualifikation nach Südafrika und zum Finale nach Thailand fuhr, sondern weil sie vielen großartigen Menschen begegnet ist und Freunde fürs Leben gefunden hat. "Ich kann mir kein zweites Motorrad vorstellen, das eine so starke Wirkung auf das Leben eines Menschen entfalten kann."

+ Weiterlesen

Sportsgeist und Teamwork stehen an erster Stelle

Sportsgeist und Teamwork stehen an erster Stelle

"Die International GS Trophy hat mir auch dabei geholfen, mich selbst in anderen Bereichen zu hinterfragen. Die Trophy-Erfahrung war für mich von A bis Z absolut fantastisch", erzählt Amy begeistert. "Ob es darum ging, Barrieren für die weibliche Motorradwelt einzureißen oder einfach Kontakte zu anderen Fahrerinnen aus aller Welt zu knüpfen – die GS Trophy hat mir Erfahrungen eröffnet, die ich sonst bestimmt nicht gemacht hätte. Außerdem habe ich sehr viel über die Balance zwischen Wettkampf und sportliches Verhalten gelernt. An erster Stelle geht es bei der Trophy um Sportsgeist und Teamwork.” Zur weltweiten GS-Community zu gehören – für Amy bedeutete das unbeschwertes und sicheres Reisen und das Wissen darum, dass sie überall auf der Welt andere GS-Fans kennt, die sie anrufen kann, und dass sich überall ein Freund oder einen Freundin findet, der oder die ihr helfen oder ihr einfach nur Gesellschaft leisten kann. 

+ Weiterlesen

Unbegrenzte Möglichkeiten.

In den vergangenen Jahren gab es zwar Gerede und Gerüchte darüber, in "Down Under" solle eine International GS Trophy stattfinden, aber in Wahrheit sind die vielen GS-Fahrer im Land mit Events wie den Safaris und Safari Enduros ausgesprochen gut versorgt. Diese Events sind zwar extrem schnell ausverkauft, aber keineswegs nur für Australier reserviert. Alle GS-Fahrer aus anderen Ländern sollten sich überlegen, ob sie nicht mindestens an einem dieser Events teilnehmen – so sagt Amy, die fest davon überzeugt ist, dass ihr enorm großes Land als Reiseziel für GS-Fahrer unbegrenzte Möglichkeiten bietet. "Ich bin vielleicht nicht ganz unparteiisch, aber meiner Meinung ist es ein echtes Muss, einmal mit dem Motorradfahren in Australien unterwegs zu sein. Australien bietet eine solche landschaftliche Vielfalt und so viele unterschiedliche Geländeformen, dass garantiert keine Langeweile aufkommt. Obendrein sind unsere Landleute aufgeschlossen, freundlich und hilfsbereit. Und: In diesem Land ist das Fahren eine sichere Sache." 

+ Weiterlesen

ALLEIN UNTERWEGS

Die gebürtige Polin Kinga Tanajewska wanderte nach ihrem Ingenieurstudium nach Australien aus und hat sich auf Anhieb in dieses fantastische Land verliebt. Sie arbeitete im Bergbau und im Bausektor und lernte in dieser Zeit zu schätzen, wie unendlich groß dieses Riesenland ist. Nach mehr als einem Jahrzehnt in "Down Under" wollte sie mehr von diesem Land sehen – und zwar auf zwei Rädern. "Ich wusste: Wenn ich dieses wundervolle Land wirklich erkunden will, muss ich auf unbefestigten Straßen fahren können – also kaufte ich mir eine BMW F 800 GS und war sofort Feuer und Flamme", erzählt die 35-Jährige, die sich mit einer Solo-Tour durch Australien, der sie für sich den Namen "Tour De Oz" gab, ihren großen Traum erfüllt hat. Für den ersten Teil ihrer Reise nahm sich Kinga den Osten und den Norden des großartigen Kontinents vor. Danach ging sie wieder arbeiten und sparte für die zweite Reiseetappe im Jahr darauf, bei der sie den herrlichen Westen und Süden Australiens erkundete.

+ Weiterlesen

19.000 Kilometer durch Australien.

"Über entlegene Straßen fahren, durch diese abwechslungsreichen und fast unwirklichen Landschaften – das war eine einzigartige Erfahrung. Das Outback ist mir fest ans Herz gewachsen", erinnert sich Kinga. "Mein Leben lang habe ich davon geträumt, alleine mit dem Motorrad durch Australien zu reisen. Ich schätze mich extrem glücklich, dass ich diesen Traum verwirklichen konnte. Ich bin 19.000 Kilometer durch die verschiedensten Geländeformationen gefahren und hatte nicht ein einziges technisches Problem – nicht einmal eine Reifenpanne. Und bei den kleinen Stürze, die ich gebaut habe, bin ich zum Glück immer nur auf schönen, weichen Sand gefallen."

+ Weiterlesen

Einmal rund um den Globus.

Einmal rund um den Globus.

Inzwischen hat sie Australien hinter sich gelassen, um mit einer F 800 GS einmal die Welt zu umrunden. Sie verschiffte ihr Motorrad nach Südkorea und setzte später mit der Fähre nach Wladiwostok über. Danach durchquerte sie bisher die Mongolei, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan. Die nächsten Etappen werden Aserbaidschan, der Iran und die Türkei sein, bevor Kinga dann quer durch Europa ihre polnische Heimat ansteuern wird. Anschließend soll es nach Afrika und noch weiter gehen. Eines steht allerdings schon jetzt fest: Am Ende wird sie in ihr geliebtes Australien zurückkehren.    

+ Weiterlesen

Mit eigenem Team zur GS Trophy.

Obwohl es schon ein actiongeladenes Kundenprogramm für die ansehnliche GS-Community in Australien gibt, wird immer häufiger die Forderung nach einem australischen Team laut, das bei der International GS Trophy antreten soll. Die findet alle zwei Jahre in einem fernen und exotischen Land statt und ist ein Treffpunkt für BMW Motorrad GS-Fahrer aus aller Welt. Und tatsächlich: An der Trophy 2018 in der Mongolei wird zum ersten Mal ein australisches Team teilnehmen. Miles Davis und Amy Harburg, von denen bereits die Rede war, werden mit Sicherheit eine hilfreiche Rolle spielen, wenn es um die Auswahl des Trios geht, das Australien vertreten soll.

+ Weiterlesen

F 800 GS

Adventure

Mehr erfahren
Weitere Storys, die Dich interessieren könnten.