Das Leben des Byron.

Von Südafrika via International GS Trophy ans andere Ende der Welt.

Vom südostasiatischen Dschungel zu Islands Gletschern – für Byron Coetsee, den Sieger der International GS Trophy, eröffnet das GS Fahren eine Welt voller Möglichkeiten. Das Ziel seiner neuesten Mission liegt 11.500 Kilometer nördlich seiner Heimat Kapstadt.

Wer Werbeaufnahmen für die neue R 1200 GS plant, muss den Ort dafür sorgfältig auswählen – zumal in der heutigen Zeit, in der man auf Schritt und Tritt mit potenziellen Paparazzi rechnen muss. Für die Film-Crew, die zu ihrem jüngsten Auftrag nach Island reiste, war es deshalb von Vorteil, dass die meisten Adventure-Biker das am dünnsten besiedelte Land Europas noch nicht auf dem Schirm haben. Das macht die Insel zum perfekten Ort für Produktshootings.

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Mein Haus ist Dein Haus.

Prominentester Fahrer der Kampagne ist der 24-jährige Kapstädter Byron Coetsee, der nach einer besonders langen Reise in die Ferne von der isländischen GS Fahrerin Inga Birna Erlingsdóttir freundlich willkommen geheißen wurde, die im Ausscheidungswettkampf der Damen mitfuhr und ebenfalls am neuesten GS Produktshooting mitwirkt.

Auch wenn sie an entgegengesetzten Enden des Globus leben, wurden Inga und Byron dank ihrer gemeinsamen GS Trophy Erfahrung rasch Freunde. Byron nahm sich vor Drehbeginn mehrere Tage Zeit und half Inga, ihr Offroad-Können auszubauen. 

 

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„Ich erlebe gerne mit, wie jemand seine Fahrkünste perfektioniert“, bekennt der langhaarige Südafrikaner, der im März 2016 an der Seite seiner Teamkollegen Charl Moolman und John Harris bei der BMW Motorrad International GS Trophy in Südostasien triumphierte. „Ich bin etwas früher angereist, damit ich Inga ein bisschen coachen kann. Sie hat enorme Fortschritte gemacht. Es macht Spaß, das zu sehen.“ Genau das zeichnet die BMW Motorrad Community aus: Es geht darum, sich gegenseitig zu unterstützen und zu fördern. Seit er die Trophy gewonnen hat, ist Byron immer wieder verblüfft, wie stabil und hilfsbereit das weltweite Netzwerk von Fahrern ist, die die Liebe zu GS Motorräder eint.

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„Bei der Trophy hatte ich das Glück, mit einigen der weltbesten Biker zu fahren, aber ich hätte mir nie vorstellen können, dass die Wertschätzung für dieses Motorrad eine Gemeinschaft entstehen lässt, die die ganze Welt umspannt. Mittlerweile habe ich Freunde in allen Teilen der Welt – ich kann praktisch überall hinfahren und finde meist jemanden, bei dem ich für die Nacht aufschlagen kann.“ Genau so haben es Byron, Charl und John nach ihrem Besuch bei den BMW Motorrad Days 2016 in Garmisch-Partenkirchen gemacht. Das Trio reiste quer durch Deutschland, Österreich, die Schweiz, Liechtenstein, Italien und die Tschechische Republik und traf sich unterwegs mit den Mitstreitern der GS Trophy. Daran zeigt sich eines der Prinzipien der BMW Motorrad Welt: You never ride alone.

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Wie alles begann

Byrons Liebe zu Zweirädern begann auf der heimischen Motocross-Strecke. Als er sieben Jahre alt war, nahm ihn sein Vater dorthin mit. Als Byron ein 80-ccm-Kindermotorrad entdeckte, das zum Verkauf angeboten wurde, bekniete er seinen Vater, es ihm zu kaufen. Der Vater versprach: Wenn es ihm gelingen würde, das Gefährt eine gewisse Strecke durch den tiefen Sand zu steuern, ohne sich mit den Füßen abzustützen, wäre das Motorrad sein. Schon damals so zielstrebig wie heute, meisterte Byron diese Aufgabe irgendwie – und zwei Tage später kam der Vater mit dem kleinen Zweirad auf dem Anhänger heim. Damit begann eine lebenslange Leidenschaft.

 

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„Ich bettelte meinen Daddy jedes Wochenende an, fahren zu dürfen, und setzte mich bei jeder Gelegenheit auf mein Motorrad – sogar im Garten. Als unser Haus renoviert wurde, habe ich die Sandhaufen als Sprungschanze benutzt.“ Mit einer gewissen Zwangsläufigkeit folgten die ersten Motocross-Rennen, bei denen er auch ziemlich erfolgreich abschnitt. Dann allerdings interessierte er sich auf Anregung seines Vaters immer mehr für Adventure-Motorräder.

 

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„Als ich ungefähr 14 war, setzte er mich auf seine GS und ließ mich im ersten Gang einmal um den Block fahren. Er saß hinter mir auf dem Sattel. Er hatte großes Vertrauen in meine Fahrkünste. Das stärkte mein Selbstvertrauen. Heute haben wir beide eine eigene GS und unternehmen damit gemeinsame Touren.“

 

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Erst Touren, dann Trophäen

Unzählige Touren führten Byron kreuz und quer durch Südafrika und Namibia. Er wurde zum extrem erfahrenen Biker und trat schließlich, nachdem er sich in regionalen und landesweiten Qualifikationsrennen durchgesetzt hatte, für das Südafrika-Team bei der International GS Trophy an. Byron, Charl und John gingen hochmotiviert ins Rennen und wollten unbedingt die ersten Südafrikaner sein, die die GS Trophy mit nach Hause bringen.

„Uns war bewusst, dass es hier nicht um uns als Einzelpersonen ging. Wir würden nur gewinnen, wenn wir an einem Strang ziehen. Bevor die Trophy losging, haben wir uns viel Zeit genommen, um uns gegenseitig kennenzulernen. Wir fuhren zum Trainieren nach Lesotho und arbeiteten eng mit dem Journalisten Stefan Boshoff zusammen. In Thailand zogen wir dann alle gemeinsam in den Wettkampf und gingen als Sieger daraus hervor.“

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Wie die meisten Trophy-Teilnehmer vor ihm will Byron sehr gerne „Teil der Familie“ bleiben und auch an der nächsten GS Trophy teilnehmen. Zu den Highlights der diesjährigen Trophy gehörte für ihn, dass zum ersten Mal ein Frauenteam mit von der Partie war. Das war aus seiner Sicht ein extrem positiver Schritt für BMW Motorrad. „Ich finde es cool, dass es Frauen gibt, die genauso in die GS Motorräder vernarrt sind wie wir. Es ist fantastisch, dass BMW ihnen die Plattform bietet, auf der sie sich weiterentwickeln können, und dabei genau den richtigen Weg einschlägt. Indem man ein Frauenteam bei der GS Trophy antreten ließ, hat man auf glaubwürdige Weise deutlich gemacht, dass es viele Frauen gibt, die Anrecht auf einen Platz in der ‚Familie’ haben. In einem stark männlich dominierten Bereich ist das extrem cool.“

 

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Im Hier und Jetzt

Die letzten 12 Monate waren für den Software-Ingenieur aus Kapstadt eine ausgesprochen bewegte Zeit: Kaum hatte er mit seiner 2009er R 1200 GS die regionalen und landesweiten Qualifikationsrennen absolviert, gehörte er bald darauf zum Siegerteam eines internationalen Rennereignisses in Südostasien – und kurze Zeit später fährt er mit der neuen GS durch Island. Seit dem Moment, in dem er sich zum ersten Mal auf die neueste Version geschwungen hat, ist Byron überzeugt, dass aus dem besten Motorrad ein noch besseres Motorrad geworden ist.

„Die GS ist schon immer eine Motorradlegende gewesen, aber in den vergangenen fünf Jahren wurde sie extrem weiterentwickelt – von der Einführung der Wasserkühlung bis zu dieser allerneuesten Version, auf der ich jetzt gerade unterwegs bin und die sich, ehrlich gesagt, wie ein schweres Motocross-Rad fährt – einfach großartig. Was die BMW-Entwickler mit dieser neuen GS angestellt haben, ist wirklich unglaublich.“

 

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Auch Byron findet, dass das landschaftlich atemberaubende Island mit seinen Lavafeldern, Wasserfällen, Gletschern und Geysiren ein grandioses Reiseziel für GS Fans ist, aber nach seiner Überzeugung ist Südafrika wegen seiner enormen Vielfalt nicht zu toppen, wenn es um Adventure-Touren geht. „Schotterpisten, Hard Enduro, geteerte Strecken – in Südafrika gibt es einfach alles, von den Sanddünen in Atlantis bis zum Franschhoek-Gebirge, wo man 13 Bergpässe an einem Tag abfahren kann! Und wer am liebsten auf unbefestigten Straßen fährt, kommt auch voll auf seine Kosten.“

 

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Viel Freizeit habe ich nicht - das stimmt wohl. Wenn ich gerade nicht fahre, dann denke ich ans Fahren – ich bin schon ziemlich besessen.

Byron Coetsee

Wenn er nicht auf dem Motorrad sitzt, ist Byron übrigens damit beschäftigt, Apps zu entwickeln und zu realisieren. Er ist ein viel beschäftigter Mensch und hat, wie er selbst sagt, eine bizarre Leidenschaft für Führerscheine – und zwar zu Lande, zu Wasser und in der Luft. „Ich möchte an jeden Ort dieser Welt gelangen können. Deswegen habe ich einen Gerätetauchschein, einen Führerschein und eine Pilotenlizenz. Nach dem Segelschein und meinem Waffenschein will ich als Nächstes den Lkw-Führerschein machen.“

 

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