Staub aufwirbeln.

Initialzündung mit der HP2 Enduro.

Erzbergrodeo, Baja California,  GCC – das erste Modell in der HP-Reihe schickt BMW Motorrad direkt dorthin, wo viel Staub aufgewirbelt wird. Es ist eine Besinnung auf die Wurzeln. Und gleichzeitig der Startschuss für etwas völlig Neues.

Freilich ist es kein Zufall, dass die erste Maschine in der HP-Baureihe auf der GS basiert. Zu erfolgreich wühlte sich der Ausnahme-Boxer durch die Wüste. Zu gut war der Ruf des Straßenmotorrads, das auch offroad kann. All die Erfahrungen, die BMW Motorrad mit der GS im Geländesport und in Rallyes wie der Paris-Dakar sammelte, fließen nun in ein neues Projekt: die HP2 Enduro. HP heißt High Performance, die 2 steht für die Zylinderzahl des Boxermotors, Enduro erklärt sich von selbst. 2005 kommt die in Berlin gebaute Serienmaschine auf den Markt – und setzt ein Zeichen.

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Mit 175 Stundenkilometern durch den Dreck und den Motor brüllen lassen. Wer da hinterherfährt, ist sandgestrahlt und fertig mit der Welt.

Berthold Hauser

Zweizylinder Boxermotor

77
kW (105 PS) bei 7000 U/min
1170
Ccm Hubraum
115
Nm bei 5 500 U/min
196,5
kg Gewicht fahrfertig vollgetankt
Luft-/ Ölgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor

Leicht wie in den Achtzigern.

Leicht wie in den Achtzigern.

Technisch baut die HP2 Enduro auf der R 1200 GS auf. Davon ausgehend ist sie kompromisslos auf Offroad-Rennen getrimmt: leichter, agiler, sportlicher. Bei der Entwicklung hin zum reinrassigen Geländesportler bleibt viel Ballast auf der Strecke, sodass die HP2 Enduro vollgetankt auf ein Leergewicht von 196,5 Kilogramm kommt. Das entspricht dem erklärten Ziel: eine Enduro zu bauen, die das Gewicht aus den Achtzigern mit der Leistung und Technologie von heute vereint. Es gibt keine Vorgaben und keine Gatekeeper. Es geht konsequent nur um eines: High Performance. 105 PS, Upside-down-Gabel, Luftfederbein, Paralever. Ein Motorrad für denjenigen, der mit Vollgas über den Schotter bügelt – nach ihm die Staubwolke.

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Harte Bewährungsprobe.

Harte Bewährungsprobe.

Was das Team um Projektleiter Markus Theobald auf die Beine stellt, verblüfft die Konkurrenz und die Kunden. Dynamik als oberste Maxime, die sich vom Boxermotor ausgehend bis ins kleinste Detail fortsetzt. So extrem wie die HP2 Enduro selbst sind auch die Bedingungen, unter denen sie getestet wird. Bei der German Cross-Country-Meisterschaft (GCC) stellt sie ihre Geländefähigkeiten ebenso unter Beweis wie beim berüchtigten Wüstenrennen Baja California oder im österreichischen Erzbergrodeo. Letzteres gilt als eines der härtesten Enduro-Rennen der Welt und als Talentschmiede für Offroad-Piloten. Zu diesen Piloten gehören Simo Kirssi, Jimmy Lewis und Chris Pfeiffer, die die HP2 Enduro wiederholt am Erzberg testen.

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Sensationen am Erzberg.

Berthold Hauser ist als Motorsportchef live dabei, als seine Piloten beim Erzbergrodeo für Sensationen sorgen. 2006 dominiert Simo Kirssi mit der HP2 Enduro den Iron Road Prolog und wiederholt seine Performance 2007 mit Siegen in der Königsklasse sowie im Prolog. Die HP2 Enduro sticht aus dem Starterfeld von weit über tausend Teilnehmern gegen die kleinen, wendigen Enduros wahrlich heraus. „Da waren alle erstaunt, was man aus so einem vermeintlich schwerfälligen Boxer rausholen kann“, erzählt Berthold Hauser. „Am meisten überrascht hat die HP2 Enduro mit der Fahrbarkeit. Die ist mit einem unglaublichen Vorwärtsdrang die Steilhänge hochgekraxelt, dass man gesagt hat: Das gibt’s ja gar nicht.“

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