• IDM OSCHERSLEBEN, 01. - 03. September 2017

    IDM OSCHERSLEBEN

    Nach dem Auftakt der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft IDM im Mai diesen Jahres auf dem Nürburgring ist das höchste deutsche Motorradsport-Prädikat inzwischen mit Rennwochenende Nummer 6 von 7 auf der Zielgeraden der diesjährigen Saison angekommen. Nach zweijähriger Abstinenz war der IDM-Tross am vergangenen Wochenende mal wieder in der Motorsportarena Oschersleben zu Gast. In Sachen Titel hatte Markus Reiterberger schon vor gut 14 Tagen bei seinem Auftritt auf dem Lausitzring alles klar gemacht. Und auch die Erinnerungen an die Rennstrecke von Oschersleben sind bei dem Bayer bestens. Nach seinem Doppelsieg auf dem Lausitzring war hinter ihm reichlich Bewegung in der Tabelle, denn in Sachen Vizemeisterschaft war noch alles offen. Mitten drin im Kampf um den begehrten zweiten Platz auch Reiterbergers Teamkollegen Jan Bühn und der Niederländer Danny de Boer.

    Qualifying: BMW Trio in Startreihe 1

    Werner Daemen, Teamchef des Teams Van Zon-Remeha-BMW gibt nach einem gelungenen Training gerne mal eine Runde Bier an seine Mannschaft aus. Am Samstag musste der Belgier für seine Mannschaft allerdings noch einen draufpacken. Denn seine Piloten Markus Reiterberger, Jan  Bühn und Danny de Boer hatten die erste Reihe für sich abonniert. «Das ist einfach eine top Teamarbeit», lobte er. «Die Mannschaft arbeitet im Moment einfach super. Die Fahrer haben am Ende den schwierigsten Job, denn sie müssen es umsetzen. Aber bei uns arbeitet jeder mit, bis hin zu unserer Hospitality-Crew. Wir sind Freunde und haben viel Spaß miteinander. Es stimmt einfach alles.» Reiterberger hatte im zweiten Qualifying seine Pläne wahr gemacht und eine 1.24,890 rausgehauen und war mit der Stocksport-Version seiner BMW S 1000 RR fast so schnell wie die Top-Fahrer aus dem Jahr 2015, als die IDM zuletzt in Oschersleben zu Gast war, damals allerdings noch mit der Vollausstattung eines Superbikes. Nach dem BMW Trio in Reihe 1 war aber noch längst nicht Schluss. Auf Platz 4 folgte Dominik Vincon mit der privaten BMW vom Team BMW Stilgenbauer by WDV Motorsport. Aus der dritten Startreihe nahm der Belgier Vincent Lonbois vom Team Herpigny Motors-BMW Motorrad Belgium das Rennen in Angriff. Die Startplätze 11 und 12 teilten sich Marc Neuman und der Sachse Arnaud Friedrich.

    Rennen 1: IDM-Podest fest in BMW Hand

    Neu ist der Ablaufplan. Und so rückten die IDM-Superbike-Piloten in Oschersleben bereits am Samstagnachmittag zu ihrem ersten Rennen aus. Davor startete die Top-Klasse der IDM immer am Sonntag in die beiden Rennen. Doch das BMW Trio Reiterberger, Bühn und de Boer zeigten sich auch am Samstagnachmittag in ganzer Pracht und rauschte in genau dieser Reihenfolge auf das Podest. Mehr BMW geht nicht. Reiterberger hatte das Rennen von der Spitze weg dominiert. Doch Jan Bühn ließ nicht locker und Reiterberger kam nicht in ganz so großen Schritten weg, wie in der Vergangenheit. Über die komplette Distanz hatte Bühn Danny de Boer am Hinterrad kleben, doch der Niederländer startete keine größeren Angriffe. «Zum Glück hat Danny keine Harakiri-Aktion mehr gestartet», lobt Werner Daemen. «Aber wenn man bedenkt, dass Danny noch immer nicht ganz gesund ist, war das eine tolle Leistung.» Auf die Siegerehrung musste der Niederländer verzichten. Das Rennen hatte ihn die letzten Kräfte gekostet. Auf Platz 8, knapp hinter Vincent Lonbois war Dominik Vincon im Ziel gelandet. Der BMW Pilot hatte sich mehr ausgerechnet. «Meinen Start habe ich leider etwas verschlafen», gab er anschliessend zu, «und im Getümmel der ersten Kurve bin ich etwas untergegangen.» Marc Neumann und Arnaud Friedrich trennte sich auch im Rennen nicht und sahen die schwarz weiß karierte Flagge auf den Plätzen 12 und 13.

     

    Rennen 2: Sieg Nummer 11 für Reiterberger

    Am Sonntagnachmittag ging es für die Piloten der IDM Superbike in das zweite Rennen des Wochenendes. Markus Reiterberger vom Team Van Zon-Remeha-BMW machte auch die zweite Oschersleben Runde zu seiner ganz persönlichen One-Man-Show. Auch wenn  ihm die Konkurrenten, allen voran seine eigenen Teamkollegen, gegen Saisonende etwas näher kommen, fuhr der Bayer erneut einen Start-Ziel-Sieg ein und sah mehr als zehn Sekunden vor dem Rest des Feldes die schwarz weiß karierte Flagge. Hinter ihm hatte Danny de Boer seine letzten Kraftreserven aktiviert. Mit einem sehr guten Start machte sich der Niederländer auf dem zweiten Platz davon. In den ersten Runden fuhr er zwei Sekunden vor den Verfolgern heraus und konnte sich damit über die Distanz auf dem Podestplatz behaupten. Jan Bühn kam als Vierter im Ziel an. «Es war zum Schluss einfach zu riskant, noch meinen Vordermann anzugreifen», erklärte er. «Immerhin geht es um was.» Bühn ist aktuell Dritter der Tabelle, punktgleich mit dem Zweiten. Für Spannung beim Finale ist also gesorgt. Drei weitere BMW Piloten schafften noch den Sprung in die Top-Ten. Vincent Lonbois als Siebter, Dominik Vincon als Neunter und IDM Superbike Nesthäkchen Arnaud Friedrich als Zehnter. «Ich muss die ersten Rennrunden mehr pushen», so der 17-Jährige, «denn mit meinen Rundenzeiten, die dann kommen, kann ich noch bessere Ergebnisse einfahren.»

    Nach IDM-Wochenende Nummer 6 geht es in knapp vier Wochen, vom 29. September bis 1. Oktober, zum siebten und damit letzten Rennen des Jahres an den Hockenheimring.

  • IDM LAUSITZRING, 18. - 20. August 2017

    IDM LAUSITZRING

    Schlag auf Schlag geht es mit der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft IDM in diesen Wochen weiter. Gleich nach den beiden Superbike-Läufen in Assen/NL, wo sowohl Markus Reiterberger vom Team Van Zon-Remeha-BMW seinen Vorsprung in der Punktetabelle als Führender weiter ausbauen konnte, als auch Hersteller BMW mit seiner S 1000 RR in der Markenwertung weiter unangefochten an der Spitze liegt, ging die Reise weiter. Auf dem Lausitzring ging es am vergangenen Wochenende bei der IDM erneut zur Sache – vor großer Kulisse. Die IDM war wie schon im Vorjahr zu Gast bei der Superbike-Weltmeisterschaft und zeigte, dass auch auf nationaler Ebene ordentlich was geht in Sachen Motorsport. Ein Mammut-Programm hatte sich Markus Reiterberger aufgeladen, der sowohl bei zwei Rennen in der IDM Superbike antrat, als auch mit einer Wildcard seine Rückkehr auf die internationale Bühne der Superbike-Weltmeisterschaft mit Bravour erledigte. Zum krönenden Abschluss eines aufregenden und erfolgreichen Wochenendes schnappte sich Reiterberge Lauf Sieg Nummer 2 und vorzeitig seinen dritten IDM-Titel.

    Qualifying: Markus Reiterberger im WM-Modus

    Von Beginn des Freien Trainings an bis hin zum Abschlusstraining gab es so einiges an Dramatik, welche die Herzen der Motorsport-Fans höher schlagen ließ. BMW Pilot Danny de Boer, nach dem IDM-Lauf in Assen weiter Zweiter der Meisterschaft, musste nach den ersten Runden die Segel streichen. Mit einem eingeklemmtem Nerv im Nacken lässt sich einfach nicht Motorrad fahren. Das erste Qualifying trugen die BMW Piloten dann in der einsetzenden Dämmerung aus. Eine Ölspur, ein Gewitter und Reinigungsarbeiten auf der Strecke hatten die Startzeiten weit in den Abend verschoben. Doch kein Problem für die hartgesottenen IDM-Jungs. Auch Markus Reiterberger, der mit dem WM-Einsatz alle Hände voll zu tun und in der IDM-Tabelle satte 87 Punkte Vorsprung vor de Boer hatte, ließ es sich nicht nehmen, auch seine IDM-Runden zu drehen und sich mit der Bestzeit zu verwöhnen. «Ich bin so stolz auf meine Truppe», erklärt er nach der Pole-Position, «sie haben in so kurzer Zeit ein Spitzen-Motorrad auch für die WM aufgebaut. Sie haben wirklich Tag und Nacht geschuftet.» Auf das zweite Qualifying verzichtete Reiterberger, immerhin hatte er schon die Trainings, die Superpole und einen WM-Lauf erfolgreich hinter sich gebracht. Seine IDM-Bestzeit war nie in Gefahr. Dominik Vincon nahm mit seiner BMW vom Team Stilgenbauer auf dem 3. Rang in der ersten Reihe Platz. Knapp vor Jan Bühn vom Team Van Zon-Remeha-BMW. Die Startplätze 11 bis 13 gingen an das BMW Trio Marc Neumann, Vincent Lonbois und Arnaud Friedrich.

    Rennen 1: Fette Beute für Markus Reiterberger

    Auch auf dem Lausitzring gönnte sich Markus Reiterberger nach einem harten Arbeitstag einen gepflegten Start-Ziel Sieg. Mit 1.39er Rundenzeiten zog der Bayer davon. Über zehn Sekunden brummte er seinen Kollegen auf, die es allerdings wie immer mit Fassung trugen. «Wir sind eben best of the rest», urteilte Danny de Boer, der beim Rennen aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten konnte. Mit Jan Bühn auf Rang 3 durfte ein weiterer BMW Pilot auf das IDM-Podium steigen. Bühn hat sich damit auch Rang 2 in der Meisterschaft geschnappt. Dominik Vincon verpasste als Fünfter nur um vier Hundertstel Sekunden einen Podestplatz. «Mir dem Fahrwerk der BMW und der richtigen Abstimmung kommt man auf dem Lausitzring super um die Ecken rum», so seine Beschreibung. «Vor allem kann sie sehr gut die starken Bodenwellen im Asphalt kompensieren. Auch der in der IDM vorgeschriebene Serienkühler und damit auch die gesamte Wärmeabfuhr funktioniert sehr gut. Am ersten Tag war es ja schon extrem heiß.» Nach Bühn und Vincon tauchten noch drei weitere BMW Jungs in den Top Ten auf. Achter wurde der Belgier Vincent Lonbois, einige Motorradlängen dahinter wurde Marco Nekvasil vom Team Wilbers BMW Racing Neunter, um gerade mal 0,226 Sekunden hatte er Marc Neumann hinter sich gehalten.

     

    Rennen 2: Reiti ist IDM-Champion 2017

    Nach der Arbeit ist vor der Arbeit muss sich Markus Reiterberger gedacht haben, als er zwei Stunden nach seinem neunten Platz in der WorldSBK schon wieder auf seiner IDM BMW Platz nahm. Doch es gelang dem Bayer auch in Lauf 2 die Konzentration hochzuhalten. Nach 14 Runden war gleich doppelt feiern angesagt. Denn Reiterberger hatte nicht nur den neunten Sieg in Folge eingefahren, sonder durfte bei noch zwei ausstehenden IDM-Events bereits vorzeitig den IDM-Meistertitel feiern. Mit jetzt 245 Punkten liegt er uneinholbar an der Spitze. Mit Wheelie und Burnout in der Boxengasse wurde das Ereignis würdig gefeiert. Hinter ihm war es im Rennen turbulent zugegangen. Im Tumult der ersten Runde waren die BMW Piloten Dominik Vincon und Jan Bühn stecken geblieben und rutschten weit ab ins Mittelfeld, Bühn sogar bis auf Rang 21. Doch die Herren zeigten Kampfgeist und nutzten jeden Millimeter des Lausitzrings, um sich wieder nach vorne zu arbeiten. Für Vincon endete das Rennen mit seiner Stilgenbauer BMW auf Rang 6 und hatte dabei Marc Neumann als Siebten im Schlepptau. Jan Bühn schaffte noch den Sprung auf Platz 10, nur wenige Zentimeter hinter Vincent Lonbois. Marco Nekvasil komplettierte den BWM D-Zug als Elfter.

    Eine Woche dürfen sich die Teams der IDM jetzt erholen. Weiter geht’s vom 1. bis 3. September in der Motorsportarena Oschersleben.

  • IDM ASSEN, 11. - 13. August 2017

    IDM ASSEN

    Renn-Wochenende Nummer 4 stand am vergangenen Wochenende auf dem Terminkalender der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft IDM. Damit waren die Piloten der Superbike-Klasse nach dem Besuch im belgischen Zolder in diesem Jahr zu einem zweiten Ausflug im benachbarten Ausland unterwegs. Der Weg der 32 Superbike-Piloten, elf davon auf einer BMW S 1000 RR, führte auf die niederländische Rennstrecke von Assen, wo sonst die Fahrer der MotoGP und der Superbike-Weltmeisterschaft an den Start gehen. Für die IDM-Abteilung begann damit auch die zweite Hälfte der sieben Veranstaltungen umfassenden Saison. Beim Blick auf die Punkte-Tabelle konnten schon vor den beiden Rennen die Herzen der BMW Fans höherschlagen. Auf den ersten drei Plätzen hatten es sich mit Markus Reiterberger (145 Punkte), Danny de Boer (88 Punkte) und Jan Bühn (75 Punkte) die drei Jungs vom Team Van Zon-Remeha-BMW bequem gemacht. Wie in den Niederlanden üblich, mussten man als Fan sowohl Regenschirm als auch Sonnencreme parat haben und auch bei den Technikern und Mechanikern in den Boxen kam keine Langeweile auf.

    Qualifying: Mit Top-Timing Bestzeit für Reiterberger

    Da in Assen die Uhren anders gehen und durch Lärmbeschränkungen weniger Zeit auf der Strecke bleibt, mussten sich die Piloten bei den zwei gekürzten Freien Trainings ranhalten, um ein passendes Set-up zu finden. «Die Abstimmung für Assen ist wie ein Puzzle, das man zusammensetzen muss», verrät Lokalmatador Danny de Boer das Geheimnis der WM-Strecke. «Durch die langgezogenen Kurven braucht man vor allem ein gutes Grip-Level. Hier braucht man beim Fahren ein gutes Handling und muss es einfach laufen lassen.» Im ersten Qualifying traf die Wettervorhersage voll zu und es regnete aus allen Richtungen. Markus Reiterberger, nicht gerade als Regengott verschrien, liess sich aber nicht lumpen und schnappte sich nach einer Fahrwerksanpassung, welche ihm mehr Vertrauen in seine Hinterrad bescherte, die Bestzeit. Hinfällig war diese allerdings im zweiten Qualifikations-Training, wo es auf zunehmend abtrocknender Strecke vor allem um ein gutes Timing ging. Reiterberger schnappte sich vier Minuten vor Schluss mit einem frischen Satz Slicks die Bestzeit. Teamkollege Danny de Boer nahm 1,476 Sekunden dahinter auf Rang 2 Platz. Jan Bühn hatte bei den gemischten Verhältnissen nicht ganz das nötige Vertrauen und lieferte Platz 10 ab, knapp hinter Vincent Lonbois, der die belgischen BMW Fahnen hochhielt.

    Rennen 1: Full House für Markus Reiterberger

    Nach dem verregneten Trainingstag war zum Start des ersten Rennens der IDM Superbike von der Sonne noch nicht allzu viel zu sehen, doch erste blaue Lücken taten sich am sonst Wolken verhangenen Himmel auf und ließen bei der Reifenwahl keine Zweifel aufkommen. Danny de Boer kam am besten aus der ersten Startreihe los, wurde aber schon in der ersten Kurve von Markus Reiterberger geschnappt, der sich damit an die Spitze der Superbike-Meute setzte und den Platz an der Sonne bis über die Ziellinie nicht mehr hergab. De Boer hatte sich wacker mit ein wenig Sicherheitsabstand hinter dem Bayer gehalten, musste dann aber mit einem technischen Problem die Segel streichen und die Box anfahren. Für Reiterberger gab es dann keine Konkurrenz mehr und mit über 20 Sekunden Vorsprung sah er als Erster die schwarz-weiß karierte Flagge. Mit Platz 4 hatte BMW Pilot Jan Bühn das verwachste Training vergessen lassen und musste nur die bittere Pille schlucken, noch auf den letzten Metern von einem Niederländer um einen möglichen Pokal gebracht worden zu sein. Als Trio erreichten Dominik Vincon vom Team Stilgenbauer BMW, Vincent Lonbois und IDM-Superbike-Nesthäkchen Arnaud Friedrich auf den Plätzen 11, 12 und 13 das Ziel. Wieder zurück im IDM-Rennen ist Marco Nekvasil, der nach langer Verletzungspause im Team Wilbers BMW Racing andockte und sich und das Team gleich mit einem Punkt für Rang 15 bei Laune hielt.

     

    Rennen 2: Tagessieg Nummer 2 für Markus Reiterberger

    Geschlossen ging die erste Startreihe das zweite Rennen des Tages an. Doch schon nach wenigen Metern stellte erneut Markus Reiterberger klar, wer der Herr im Hause Assen ist. Er ließ seinen Kollegen und Konkurrenten erneut keine Chance, beim Kampf um den Sieg mitzumischen und fuhr mit 1.39er und 1.40er Zeiten in Serie auch den zweiten Sieg des Tages ein. Auch Danny de Boer biss sich an seinem BMW Kollegen erneut die Zähne aus, durfte sich aber immerhin über einen Pokal für Platz 2 freuen. Eine belgisch-deutsche Angelegenheit wurde die Sache mit Platz 4 und 5, die an Vincent Lonbois und Jan Bühn gingen. Hauchdünn verpasste Dominik Vincon Platz 10. Den letzten geplanten Angriff konnte er nicht mehr starten. Durch den Motorplatzer eines Mitstreiters war die Strecke gehörig verschmutzt und das Rennen wurde zwei Runden vor Schluss vorzeitig beendet. Für Schlussattacken blieb keine Zeit mehr. Doch auch Marc Neumann und Arnaud Friedrich schnappten sich noch 3 beziehungsweise einen Zähler für das Meisterschaftspunkte-Konto. Da schaut es für Reiterberger mit 195 Punkten auf Platz 1 glänzend aus. Hinter ihm ist mit 108 Zählern Danny de Boer unterwegs, knapp vor Jan Bühn mit 99 Stück. In der Markenmeisterschaft der an der IDM beteiligten Hersteller liegt BMW mit der S 1000 RR klar in Front. 349 Punkte stehen zu Buche, gepflegte 135 Zähler mal als der Zweitplatzierte.

    Ohne Atempause geht es schon am kommenden Wochenende weiter im IDM-Takt. Die Superbike-Klasse ist im Rahmen der Weltmeisterschaft dabei und trägt auf dem Lausitzring die Läufe 9 und 10 aus.

  • IDM SCHLEIZER DREIECK, 28. - 30. Juli 2017

    IDM SCHLEIZER DREIECK

    Am dritten Wochenende der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft IDM war das Drumherum fast genauso wichtig wie das Geschehen auf der Strecke. Das in Thüringen gelegenen Schleizer Dreieck ist regelmäßig das am stärksten besuchte Rennen der ganzen Saison und die fachlich versierten Fans geben neben der Strecke ähnlich viel Gas wie die Akteure auf dem Asphalt. Gefahren wird auf dem Dreieck auf zum Teil öffentlichen Straßen, die nur für das Wochenende zu einer Rennstrecke umfunktioniert werden. 26 in die Serie eingeschrieben Piloten und 5 Gastfahrer, 13 davon auf einer BMW S1000 RR, präsentierten sich den zahlreich angereisten Fans. Besonders gefreut auf das Schleiz-Rennen hatte sich Titelfavorit und Führender des IDM Superbike-Klassements Markus Reiterberger. «Schleiz ist mein Heimrennen und meine Lieblingsstrecke», erklärte er seine Vorlieben. Besonders viele Reiti-Fans hatten den Weg nach Schleiz gefunden und rund um die Strecke wehten bayrische Fahnen mit der Startnummer 21.

    Qualifying: Klare Pole-Position für Markus Reiterberger

    Der Bayer vom Team Van Zon-Remeha-BMW brannte schon im ersten Qualifying eine Bestzeit hin. Seine Kollegen und Konkurrenten hatten mal wieder das Nachsehen. Als Zweiter setzte sich Dominik Vincon vom Team Stilgenbauer BMW by WDV Motorsport gut in Szene. «Eine BMW zu fahren, ist immer super», so sein erster Kommentar. «Hier in Schleiz ist es wichtig, dass das Motorrad genau das umsetzt, was ich will. Denn wenn mir das Motorrad nicht zu 100 Prozent das gibt, was ich brauche, wird es hier in auf der Strecke schnell eng. Na ja und Reiti, der ist derzeit für uns hier in der IDM einfach unantastbar.» Nach dem zweiten Qualifying war die erste Startreihe mit Markus Reiterberger, Dominik Vincon und dem Niederländer Danny de Boer fest in BMW Hand. Auch die zweite Reihe wurde dank Jan Bühn, wie Reiterberger und de Boer vom Team Van Zon-Remeha-BMW, von einer BMW S1000 RR eröffnet. Marc Neumann schnappte sich mit Platz 9 ebenfalls noch einen Platz in den Top Ten. Ein paar Federn lassen musste IDM-Nesthäkchen Arnaud Friedrich. Der 17-jährige Sachse war im Freien Training unsanft abgeflogen und quälte sich mit einer kräftigen Magenverstimmung durch die Qualifyings: Startplatz 13.

    Rennen 1: One-Man-Show mit Markus Reiterberger

    Bei strahlendem Sommerwetter und prall gefüllten Tribünen ging der Rennsonntag für die IDM Superbike-Piloten schon um kurz nach 10 Uhr los. Besonders ausgeschlafen war am Start wie immer Markus Reiterberger, der trotz eines gepflegten Wheelies als Erster in Richtung Buchhübel abbog und sich ohne Zögern Meter für Meter von seinen Kollegen absetzte. Wie ein Uhrwerk drehte er seine Runden und sah mit einem 24-Sekunden-Vorsprung die schwarz-weiß karierte Flagge. «Mein Motorrad war einfach ein Traum», verkündete er nach der Siegerehrung im für alle Fans offenen Fahrerlager. «Ich bin meinem Team so dankbar. Natürlich gebe ich auch bei einem IDM-Rennen alles und zieh es durch bis zum Schluss. Das alles dient auch der Vorbereitung auf meinen Wildcard-Einsatz bei der Superbike-WM am Lausitzring.» Hinter ihm tobte unterdessen der Kampf um die Plätze. Das Glück auf seiner Seite hatte Jan Bühn, der den dritten Rang feierte. «Bei dem Publikum auf dem Podest zu stehen, ist natürlich perfekt.» Nicht ganz so perfekt lief es für Dominik Vincon, der im Kampf ums Podium patzte und sich als Dreizehnter über das Ziel rettete.

    Rennen 2: Podest fest in BMW Hand

    Am Nachmittag strahlte die Sonne mit aller Kraft vom Himmel und machte das zweite Rennen der IDM Superbike nicht nur auf der Strecke zu einer heißen Angelegenheit. Markus Reiterberger setzte seine IDM-Erfolgstour fort und lieferte beim Team Van Zon-Remeha-BMW den zweiten Tagessieg ab. Frenetisch gefeiert von den Fans. «Schleiz ist geil», lautete dann auch die kurze aber eindeutige Zusammenfassung seines erfolgreichen Wochenendes. Während Reiterberger an der Spitze auf und davon war, ging es zwischen den BMW Kontrahenten Vincon und de Boer umso mehr zur Sache. Zum großen Finale kam es im Kampf um die Podestplätze nicht mehr. Jan Bühn hatte ein wenig zu optimistisch gebremst und bezahlte den Wagemut mit einer Fahrt ins Grüne. Verletzt hatte er sich dabei zum Glück nicht, das Rennen musste aber dennoch abgebrochen werden. «Sonst wäre es zwischen Danny und mir nochmal eng geworden», glaubt Vincon.

    Weiter geht es für die IDM Superbike vom 11. bis 13. August mit dem vierten Rennen niederländischen Assen.

  • IDM ZOLDER, 7. - 9. Juli 2017

    IDM ZOLDER

    Nachdem es mit der Internationalen Deutschen Meisterschaft IDM im Mai auf dem Nürburgring losgegangen war, hieß es für die 31 Teilnehmer der IDM Superbike, unter ihnen zehn fest in die Serie eingeschriebene Fahrer, die auf die Power der BMW S 1000 RR setzen, erst einmal Sommerpause. Doch die Jungs waren auch da nicht untätig und trainierten fleissig und der eine oder andere hielt sich mit der Teilnahme an der Langstrecken-Weltmeisterschaft auf Betriebstemperatur. Die zweite der sieben IDM-Stationen mit jeweils zwei Wertungsläufen startete die IDM am vergangenen Wochenende im belgischen Zolder, die in den 70er Jahren Austragungsort für die Formel1 gewesen ist und durch ihr Strecken-Layout ihren besonderen und nicht ganz einfachen Charakter bewahrt hat. «Zolder ist meine Lieblingsstrecke», versicherte Markus Reiterberger vom Team Van Zon-Remeha-BMW, «gleich nach dem Schleizer Dreieck. Und für mein Team ist es das Heimrennen, da wollen wir entsprechend zeigen, was wir können.»

    Qualifying: Markus Reiterberger holt die Pole-Position

    Bei sommerlichen Temperaturen wurde die Strecke von Zolder mit wenig langen Geraden, dafür umso mehr herausfordernden Kurven-Passagen inklusive Sprunghügel zu einem Kampf für Mensch und Maschine. Reiterberger, bereits in den freien Trainings und im ersten Qualifying das Maß aller Dinge in Sachen Rundenzeiten bot am Samstagnachmittag als einziger eine 1.31er Zeit auf und sicherte sich mit seiner BMW S 1000 RR eine sichere Pole-Position. Aber auch sein niederländischer Teamkollege Danny de Boer, IDM Superstock Meister 2016, liess sich nicht lumpen und blieb auf Tuchfühlung mit dem Bayer. Platz 2 ging an de Boer. «Zolder ist echt ein hartes Stück Arbeit und geht ordentlich auf die Arme», erklärte er anschliessend. Jan Bühn, ebenfalls für das Team van Zon-Remeha-BMW am Start, war als Tabellen-Zweiter nach Zolder angereist und schnappte sich Startplatz 5. Abgerundet wurde der erfolgreiche Samstag durch Dominik Vincon, der seine BMW vom Team Stilgenbauer auf Startplatz 9 einparkte und Vincent Lonbois vom Team Herpigny Motors BMW Motorrad Belux . Für Arnaud Friedrich und Marc Neumann wurden es die Startplätze 11 und 14, im Grid direkt hintereinander.

    Rennen 1: Souveräner Sieg für Markus Reiterberger

    Aus Sicht der BMW Fans hätte es nicht besser laufen können. Markus Reiterberger und Danny de Boer brausten aus der ersten Startreihe zeitgleich los und bogen nebeneinander in die erste Links auf dem vier Kilometer langen Traditionskurs ein. Reiterberger machte vor allem in den ersten Runden mächtig Druck und ließ keine Zweifel aufkommen, wer in Zolder der Herr im Haus ist. Nach zwölf mit äußerster Konstanz abgespulten Runden, sah Reiterberger mit einem Vorsprung von 12,890 Sekunden als erster die Zielflagge. Teamkollege de Boer trug es mit Fassung und feierte auch den zweiten Platz ausgelassen. «Es ist eben einfach seine Strecke», war sich der Niederländer bewusst. «Meine kommen noch.» Jan Bühn hatte unter den BMW Piloten die meiste Arbeit. Denn nach einem nicht wirklich ansprechenden Start war er zurückgefallen und schaffte es, sich von Platz 13 noch bis auf den fünften Platz nach vorne zu arbeiten. Nur knapp dahinter landete Dominik Vincon im Ziel. «Auf der Bremse muss man hier echt stark sein», schildert er. «Es gibt hier drei sehr lange Bremszonen und das Rausbeschleunigen mit der Power meiner BMW geht echt gut.» Arnaud Friedrich, mit 17 jüngster Pilot der IDM Superbike, erreichte sein gestecktes Ziel: Platz 10. Henning Putzke durfte als Leiter von BMW Motorrad Deutschland den Pokal für die Markenmeisterschaft entgegen nehmen.

    Rennen 2: Wiederholung des BMW Doppel-Podiums

    Als hätten sich die beiden BMW Kollegen Reiterberger und de Boer abgesprochen, lieferten sie am Nachmittag den fast identischen Lauf wie schon am Vormittag ab. Auf die Distanz holte Reiterberger wieder einen  Vorsprung von zehn Sekunden heraus, unterbot seine eigene Top-Zeit aber mit der schnellsten Runde des Tages und bot eine Zeit von 1.31, 676 auf und war damit der einzige Fahrer im ganzen Feld, der eine Zeit von unter 1.32 zustande brachte. De Boer freute sich nach der Hitzeschlacht wie seine Kollegen auf ein kühles Getränk nach der Zieldurchfahrt. «Die BMW hat echt viel Power», bestätig er, «da braucht man auch körperlich viel Energie.» Dominik Vincon und Jan Bühn landeten mit ihren Plätzen 7 und 9 ebenfalls wieder in den Top Ten. In der Meisterschaft liegt Markus Reiterberger mit 95 Punkten in Front, de Boer ist auf Platz 2 mit 65 Punkten unterwegs, Bühn hat als Vierter bereits 49 Punkte auf seinem IDM Konto gesammelt.

    Weiter geht’s vom 28. Bis 30. Juli auf dem Schleizer Dreieck.

  • IDM NÜRBURGRING, 12. – 14. Mai 2017

    IDM NÜRBURGRING

    Sieben Treffen stehen in diesem Jahr für Fans und Fahrer der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft IDM an. Neu in dieser Saison: Das technische Reglement. Gab es im Vorjahr das gemeinsame Rennen und die getrennte Wertung von Superbike und Superstock 1000, fahren ab diesem Jahr alle nur noch mit einem einheitlichen, an die Superstock angelehnten Regelwerk um den Titel in der IDM Superbike 1000. „Es ist technisch weniger möglich“, erklärt der zweifache Deutsche Superbikemeister Markus Reiterberger. „Wir setzen einen Standardmotor ein und auch bei der Elektronik gibt es weniger Varianten. Konnte man mit der Elektronik früher für jede Kurve eine eigene Einstellung wählen, muss  jetzt eine Einstellung für alle Kurven passen.“ Mit diesen seriennahen Motorrädern können nicht nur die Hersteller zeigen, was ihr Motorrad kann, es bietet auch vielen Privatteams, auch mit weniger Möglichkeiten diesen Sport erfolgreich zu betreiben. 31 Nennungen wurden für die Saison 2017 abgegeben, zehn der Pilote setzen dabei auf die Power der BMW S 1000 RR.

    Qualifying: Erste Reihe fest in BMW Hand

    Alles richtig gemacht, konnte sich am Samstagabend Markus Reiterberger vom Team Van Zon-Remeha-BMW sagen. Schnellster am Freitag und Schnellster in beiden Qualifyings brachten dem Bayer bei seinem IDM-Comeback die Pole-Postion ein. Doch auch für seinen Teamkollegen Danny de Boer (NL) und Jan Bühn lief es rund. Sie platzierten sich ebenfalls in der ersten Startreihe. Doch auch die nächste BMW liess beim Blick auf das prall gefüllte Teilnehmerfeld nicht lange auf sich warten. Dominik Vincon, wieder mit dem privaten Team Stilgenbauer BMW bei der IDM Superbike 1000 dabei, tauchte auf Startplatz 7 auf. Für das Rennen die Top-Ten Plätze im Visier hatte Van Zon-Remeha-BMW Pilot Arnaud Friedrich, der mit seinen 17 Jahren als jüngster Pilot im gesamten Feld, tapfer mit der Konkurrenz mithielt, nahm das Rennen von Startplatz 13 aus in Angriff. Knapp vor seinem polnischen Marken-Kollegen Patryk Kosiniak vom Wilbers-BMW-Racing-Team. „So recht umsetzten konnte ich den Qualifyer-Reifen im Abschluss-Training noch nicht“, meinte Friedrich, der bereits seine zweite Saison auf einer BMW S 1000 RR bestreitet. „Aber abgerechnet wird ja immer erst am Ende.“

    Rennen 1: Doppel-Podium für BMW

    Die Van Zon-Remeha-BMW Teamkollegen Danny de Boer (NL) und Markus Reiterberger waren im ersten der beiden Rennen auf dem Nürburgring tonangebend. Nach einem fulminanten Start ins erste Rennen konnte Reiterberger seine Führungsposition nicht allzu lange genießen. Nach drei Runden wurde das Rennen auf Grund eines gewaltigen Regenschauers mit der roten Flagge abgebrochen. Kurz später ging es auf Regenreifen wieder zurück auf die Strecke. Wieder waren es de Boer und Reiterberger, die den Sieg unter sich ausmachen sollten. Ein beherztes Bremsmanöver bescherte dem Niederländer das bessere Ende für sich, knapp vor dem Zweitplatzierten Reiterberger. Doch auch hinter den beiden machten mit Dominik Vincon auf Platz 4, Jan Bühn auf Platz 5 und mit Marc Neumann vom Team Neumann Racing auf Platz 10 das erste Rennen für BMW zu einer runden Sache. Aufregung herrschte rund um Arnaud Friedrich, der seinen Kampf um einen Top-Ten Platz auf später verschieben musste. Nach einem kleinen Wassereinbruch musste er mit seiner BMW aus der Boxengasse starten und dem Feld hinterher jagen. Der Teenager liess sich aber durch die besonderen Umstände nicht aus der Ruhe bringen und brachte sein Motorrad bei den schwierigen Bedingungen auf Platz 20 nach Hause. Einen Ausrutscher mussten Patryk Kosiniak und Vincent Lonbois vom Team Herpigny Motors BMW Motorrad Belux verzeichnen.

    Rennen 2: Aller guten Dinge sind drei

    Viel besser hätte es am Sonntagnachmittag für Fans und Fahrer der IDM nicht laufen können. Das Wetter passte und bei Sonnenschein ging es ins zweite Rennen. Kein Halten gab es für Markus Reiterberger, der seine van Zon-Remeha-BMW mit einem Start-Ziel-Sieg optimal in Szene setzte. Der IDM-Rückkehrer überzeugte mit schnellen Runden in Serie und landete 25 Sekunden vor allen anderen als Sieger im Ziel. Ebenfalls fehlerfrei präsentierte sich sein Teamkollege Jan Bühn, der als Zweiter auf dem Podest Platz nahm. «Das Bike passt, das Team passt und ich funktioniere auch gut», lautete sein Rennbericht. Komplettiert wurde das Podest von Dominik Vincon und seiner Stilgenbauer BMW. «Ich bin unglaublich stolz», erklärte der Privatfahrer zu Recht. Platz 8 ging mit Vincent Lonbois nach Belgien. Grund zur Freude gab es bei Arnaud Friedrich: Mit Platz 10 holte sich der Teenager sein erstes Top Ten Ergebnis. Danny de Boer musste leider aufgrund eines Sturzes in der ersten Runde den Kampf um den Sieg seinen Mitstreitern überlassen.

    Weiter geht es für die IDM Superbike vom 7. bis 9. Juli mit dem zweiten Rennen im belgischen Zolder.

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