
Beim Team alpha Technik Van Zon BMW ging es am vergangenen Wochenende zum letzten Mal in der Saison der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft rund. Auf dem Hockenheimring war das bayerische Team gleich mit fünf Superbike-Piloten vertreten. Neben dem Quartett Werner Daemen/Belgien, Julian Mazuecos/Spanien, Filip Altendorfer/Raubling und Toni Wirsing/Chemnitz war der Australier Gareth Jones ebenfalls mit einer BMW S1000RR an den Start gegangen. Nach insgesamt acht Rennwochenenden landete Daemen auf Rang 3 der Superbike-Endabrechung.
«Ich bin so heiß wie beim ersten Rennen», erklärte Werner Daemen nach Startplatz 5. «Die Konkurrenten sollen bloss versuchen, mir meinen dritten Tabellenplatz streitig zu machen. Ich gebe wie immer Hundert Prozent.» Im ersten Rennen kämpfte der Belgier lange um einen Podestplatz. Am Ende wurde es nur Rang 9. «Ich hatte ein paar Probleme mit meiner Vorderradbremse», musste der alpha Technik Van Zon BMW Pilot zugeben. «Die Bremsbeläge gingen fest und ich musste ein hohes Risiko eingehen und habe einige Male die Kontrolle über das Vorderrad verloren.» Im zweiten Rennen eroberte Daemen Platz 4. «Ich liess Matej Smrz ziehen», schilderte er. «Er war mir zu heiss und als Gast bekam er keine Punkte. Unterwegs habe ich kurz gerechnet, ob es für Tabellenplatz 3 reicht. Aber ich kam auf kein vernünftiges Ergebnis. Da aber mein Teamkollege Julian Mazuecos auf den letzten Metern noch meinen schärfsten Konkurrenten Gabor Rizmayer geschnappt hatte, hat es gereicht. Das war viel mehr, als wir im ersten Jahr erwartet hatten.»
Julian Mazuecos fuhr den 10. Startplatz erst im zweiten Training heraus. «Im ersten Training habe ich an meiner Rennperformance gearbeitet», erklärte der Spanier. «Ich war mit vollem Tank und dem möglichen Rennreifen 19 Runden unterwegs.» Im ersten Rennen hatte der alpha Technik Van Zon BMW Pilot Pech und landete in der Box. «Roman Stamm hatte mich innen attackiert», erzählte er. «Dabei blieb er an meinem Bremshebel hängen und bog in nach vorne. Ich musste aufgeben.» Ganz glücklich war der Spanier auch nach Lauf 2 und Platz 5 nicht. «Ich wäre zu gerne aufs Podest gefahren», gab er zu. «Das ist es, was ich will. Zum Glück konnte ich am Ende noch Rizmayer einholen, der sonst unser Teamergebnis gefährdet hätte.»
Filip Altendorfer hatte seine alpha Technik Van Zon BMW im Vergleich zum Rennen in den Niederlanden etwas härter abstimmen lassen. «Eine gute Entscheidung», lobte er nach Startplatz 24. «Als ich am Ende des Trainings auf Zeitenjagd gehen wollte, war es auf der kurzen Strecke mit über 40 Fahrern leider recht voll.» In den beiden Rennen ergatterte der BMW-Pilot erneut Meisterschafts-Punkte. «Im ersten Lauf konnte ich mich nach dem Start gut einreihen», schildert der Raublinger. «Den Speed von Nina Prinz konnte ich nicht ganz mitgehen und habe immer ein wenig verloren. Im zweiten Lauf hatte ich viel zu tun. Ich war an meinem Teamkollegen Gareth Jones dran, habe ihn überholt, doch er hat natürlich gleich wieder gekontert. Dadurch musste ich leider einen grossen Bogen fahren und zwei weitere Piloten sind innen durchgeschlüpft. Einen davon konnte ich mir in den restlichen Runden noch schnappen.»
Toni Wirsing testete im ersten Training einen möglichen Rennreifen und lobte vor allem das perfekt abgestimmte Fahrwerk seiner BMW S1000RR. «Bei der Mercedes-Arena und im Motodrom kann man schön flüssig durchfahren», erklärte er nach Startplatz 33. Im ersten Rennen hatte sich der Sachse nach einem relativ guten Start an die Top 20 der Konkurrenz herangearbeitet. «Leider habe ich mich dann Ende der Gegengerade verbremst», ärgerte er sich. «Dann musste ich durch die Wiese ausweichen und verlor bei der Aktion 16 Sekunden. Da war der Anschluss natürlich weg und ich rettete Platz 27.» Lauf 2 verlief für den BMW-Piloten ähnlich, diesmal allerdings ohne einen unfreiwilligen Ausflug.
Gareth Jones, für den Strecke und Motorrad gleich zwei Unbekannte waren, hätte gerne noch mehr Testrunden gehabt. «Ich muss meine Möglichkeiten besser nutzen», überlegte der Australier nach Startplatz 18. «Ich muss noch das richtige Setting finden, um mich richtig wohl zu fühlen.» Jones konnte sich im ersten Lauf über Platz 12 und einige Fortschritte bei den Rundezeiten freuen. «Ich darf nicht frustriert sein», tröstete er sich. «Es ist ein neues Motorrad, die Geschwindigkeit wird mit der Zeit schon kommen. Doch es ist ein hartes Stück Arbeit für mich.» Im zweiten Rennen ging es für den alpha Technik Van Zon BMW Pilot auf Platz 11 nach vorne. «Das Team und ich haben hart gearbeitet», so Jones, «um meine Rundenzeiten nach unten zu schrauben. Immerhin bin ich zweimal in den Top 12 der IDM Superbike gelandet. Ganz schlecht war die Vorstellung also nicht.»
Training/Startaufstellung: 1.Jörg Teuchert 1:27,121. 2.Andreas Meklau 1:27,680. 3.Philipp Hafeneger 1:28,041. 4.Kai Borre Andersen 1:28,108. 5.Werner Daemen 1:28,135. 10.Julian Mazuecos 1:28,391. 18.Gareth Jones 1:29,504. 24.Filip Altendorfer 1:29,957. 33.Toni Wirsing 1:31,074
Ergebnis Rennen 1: 1.Martin Bauer, 2.Jörg Teuchert, 3.Andreas Meklau, 9.Werner Daemen, 12.Gareth Jones, 15. Filip Altendorfer, 27. Toni Wirsing.
Ergebnis Rennen 2: 1.Jörg Teuchert, 2.Martin Bauer, 3.Matej Smrz, 4.Werner Daemen, 5.Julian Mazuecos, 6.Gabor Rizmayer, 11. Gareth Jones, 15.Filip Altendorfer, 24. Toni Wirsing.
IDM-Endstand: 1.Jörg Teuchert 293 Punkte, 2.Stefan Nebel 184, 3.Werner Daemen 173, 11.Julian Mazuecos 65, 12.Gareth Jones 62, 16.Filip Altendorfer, 30.Toni Wirsing 7.