Die BMW Motorrad Sport Enduro: Auf dem Weg zum neuen Ausdauersportler.

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Auch wenn das Thema Geländesport schon immer ein Synonym für BMW Motorrad war – mit der 450er Sportenduro betritt BMW ein seit langer Zeit wieder ganz besonderes Motorradsegment. Eins, in dem es auf robuste, leistungsstarke, fahrbare Maschinen ankommt, die praktisch ein ganzes Wochenende durchhalten oder – im Schadensfalle – am besten von den Piloten selbst reparierbar sein müssen. Bei der Konstruktion der BMW G 450 X dachten die Entwickler über völlig neue technische Lösungen hinsichtlich Antrieb und Fahrwerk nach – eben BMW typisch.

Die Idee: Das ideale Package, mit Massenkonzentration nahe des Gesamtschwerpunktes und einer Fahrwerksauslegung, die sich perfekt an unterschiedlichste Anforderungen des Geländesports anpassen lässt. Die Schwingenlagerung liegt auf derselben Achse liegt wie das Antriebskettenritzel (koaxial), dadurch entfällt nicht nur die Längenänderung der Kette beim Ein- und Ausfedern; man kann so bei gleichem Radstand auch eine längere Schwinge realisieren.

Der ungewöhnliche Rahmen besteht aus Edelstahl-Präzisionsrohr. Trotz minimalem Materialeinsatz hat er ein extrem günstiges Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht. Der Heckrahmen ist verschraubt. Die Fahrwerkselemente entsprechen dem hohen Klassenstandard – voll einstellbare Marzocchi 300mm Upside-Down-Gabel vorn, direkt angelenktes, progressiv arbeitendes Öhlins-Federbein mit 320 mm Federweg hinten. Schräg angestellt stützt es sich direkt am steifen Hauptrahmen ab. So nimmt der Heckrahmen nur die Last des Fahrers auf.

Der Antrieb ist ein von BMW eigens konstruierter, 450 Kubik DOHC Viertakt-Einzylinder mit Trockensumpfschmierung. Bisher selten in dieser Klasse sind Benzineinspritzung und Lambdaregelung. Die stark geneigte Zylinderposition ermöglicht eine nahezu gradlinige Ansaugluftführung in die großvolumige Airbox: beste Voraussetzungen für eine optimale Motor-Leistungsabstimmung. Zylinderneigung und Tank unterm Sitz wirken sich auch weiter positiv auf die Schwerpunktlage aus. Einzigartig ist auch die Position der Kupplung auf der Kurbelwelle. Sie konnte sehr kompakt dimensioniert werden, weil sie durch die fehlende Untersetzung des Primärtriebs mit Motordrehzahl läuft und demzufolge ein geringeres Drehmoment übertragen muss. Über eine Zwischenwelle samt integrierter Entlüftungsfunktion erfolgt die Kraftübertragung von der Kurbelwelle zum Getriebe. Ein Elektrostarter ist obligatorisch. Die Leistungsdaten des Motors liegen auf Wettbewerbsniveau, ebenso wie das Fahrzeug-Gesamtgewicht. Zusammen mit dem aktuellen Fahrerteam und der gesammelten Erfahrung aus den letzten beiden Jahren geht es dieses Jahr ganz klar um eines – den Titel.